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Pleite
Praktiker-Aus trifft auch Metro

In Deutschland sind 169 Standorte von Praktiker betroffen. Das Unternehmen hat europaweit Filialen. (Bild: Keystone)

Der Handelskonzern Metro hat an die vor dem Konkurs stehende Baumarktkette über 50 Ladenlokale vermietet.

Veröffentlicht am 11.07.2013

Die Pleite der Baumarktkette Praktiker könnte Konsequenzen auch für die ehemalige Konzernmutter Metro haben. Denn Metro ist Eigentümer zahlreicher Praktiker-Filialen. In Deutschland habe der Düsseldorfer Handelsriese 40 Standorte an Praktiker vermietet, in Polen seien es neun Standorte und in der Türkei vier Immobilien, sagte ein Metro-Sprecher. Zu möglichen Folgen der Praktiker-Schieflage für Metro wollte er sich nicht äussern.

Praktiker betrieb nach eigenen Angaben zum Ende des ersten Quartals in Deutschland noch 169 Märkte. Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro hatte Praktiker 2002 vollständig geschluckt, 2005 war die Baumarktkette dann an die Börse gegangen.

Konkurrent Obi will Praktiker nicht übernehmen: Karl-Erivan Haub, der Chef des Handelskonzerns und Obi-Eigners Tengelmann, sagte, Obi habe allenfalls Interesse an einzelnen Standorten. Dabei gehe aber die Qualität vor. Es werde «viele enttäuschte Vermieter» der Praktiker-Immobilien geben, sagte er voraus.

(tke/vst/reuters)

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