Die Baumarktkette Praktiker hat beim Amtsgericht Hamburg die Eröffnung von Insolvenzverfahren für die Praktiker- und extra BAU+HOBBY-Märkte wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit beantragt. Das teilte der 20.000 Mitarbeiter beschäftigende Baumarktkonzern am Donnerstag mit. Für die Praktiker AG werde kurzfristig ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nachgereicht. Das Regelinsolvenzverfahren werde mit dem Ziel beantragt, einen Sanierungsplan zu erstellen.

Nicht betroffen seien die 132 Max-Bahr-Märkte und das internationale Geschäft des Konzerns, hieß es weiter. Der Baumarktkonzern - bekannt durch seinen Werbeslogan «20 Prozent auf alles, außer Tiernahrung» - will sein Aushängeschild Max Bahr nach Möglichkeit aus der Insolvenz heraushalten. Dabei gehe es sowohl um die 78 profitablen, seit jeher unter Max Bahr geführten Märkte als auch die anderen Häuser, die erst im Zuge der Sanierung in den vergangenen Monaten von der Marke Praktiker auf Max Bahr umgeflaggt worden waren.

Erstere dienen als Sicherheit für die Banken, die Praktiker im vergangenen Jahr noch einmal Kredite gegeben hatten.

(rcv/aho/reuters)