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LafargeHolcim
Präsident Beat Hess vertritt Lafarge vor den Richtern in Paris

LafargeHolcim Hauptsitz
Gegen die französische Tochter von LafargeHolcim wird ermitteltQuelle: Keystone

Bei der Tochter in Frankreich brennt wegen der Syrien-Affäre der Baum. Chef Jan Jenisch und Präsident Beat Hess räumen auf.

Von Marco Brunner
am 11.07.2018

LafargeHolcim-Verwaltungsratspräsident Beat Hess vertrat den Tochterkonzern Lafarge in der Syrien-Affäre vor den französischen Untersuchungsbehörden. Seinen ersten Auftritt in der Sache hatte Hess Ende Juni bei einer Anhörung in Paris. Beat Hess übernahm diese Rolle nach mehreren Rücktritten im Verwaltungsrat von Lafarge.

Im Juni musste eine ausserordentliche Generalversammlung einen neuen CEO und Präsidenten bestellen. Diese zwei Funktionen übernimmt nun Magali Anderson, am Hauptsitz des Mutterkonzerns LafargeHolcim in Zürich für Gesundheit & Sicherheit im Konzern zuständig. Wie ein Sprecher bestätigt, vertrat aber nicht Anderson Lafarge vor den Richtern in Frankreich, sondern LafargeHolcim-Präsident Beat Hess persönlich. Ob auch in Zukunft Hess vor den Richtern antraben wird, sei nicht sicher. Mit seinem Auftritt im Gerichtssaal habe der Konzern ein Zeichen setzen wollen und bekräftigen, dass man die Aufarbeitung des Syrien-Dossiers sehr ernst nehme.

Geld ging an Terrorgruppen

Neben acht Kadermitarbeitern ist neu das Unternehmen Lafarge selbst im Visier der Justiz. Seit Ende Juni ermitteln die Behörden ausserdem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Hinzu kommen Vorwürfe der Terrorismusfinanzierung, Bruch der Embargobestimmungen sowie der Gefährdung von Menschenleben. Die französische Vorgängerfirma von LafargeHolcim und deren Verantwortliche haben während des Syrien-Konflikts eine Fabrik betrieben und Geld an Terrorgruppen gezahlt.

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