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Finanzierung
Precept will Aktienmehrheit bei Leclanché

Batterieproduktion: Die Finanzierung bei Leclanché muss neu geregelt werden. (Bild: Keystone)

Der Westschweizer Batterienhersteller kämpft ums Überleben. An einer ausserordentlichen Generalversammlung sollen wichtige Weichen gestellt werden. Tonangebend ist derzeit Investor Precept.

Veröffentlicht am 02.08.2013

Der ums Überleben kämpfende Westschweizer Batterienhersteller Leclanché wird am 26. August eine ausserordentliche Generalversammlung abhalten. Dabei geht es um die Genehmigung mehrerer Beschlüsse zur Finanzierung und Restrukturierung des Unternehmens.

Der Investor Precept will offenbar die Aktienmehrheit erlangen. Der Verwaltungsrat schlägt für die ausserordentliche GV unter anderem die Erhöhung des Stammkapitals zugunsten der Investoren Bruellan Fund und Precept vor. Zudem sollen Bryan Urban und Jim Atack – beides Vertreter von Precept – für jeweils drei Jahre in das Gremium gewählt werden, wie Leclanché mitteilte.

Keine Kontrolle angestrebt

Bruellan habe der Umwandlung des im vergangenen November gewährten Darlehens in Aktien zugestimmt, um die Restrukturierung zu unterstützen, heisst es. Der Investor strebe aber nicht die Kontrolle an. Nach der Umwandlung des Kredits von 5 Millionen Euro dürfte Bruellan 34,4 Prozent am ausgegebenen Aktienkapital der Gesellschaft halten. Derzeit ist Bruellan nicht an Leclanché beteiligt.

Precept will derweil als Ankerinvestor zum Turnaround beitragen. Mit dem Investor hatte Leclanché Anfang Juli einen Darlehensvertrag mit einer Laufzeit bis Juni 2016 unterzeichnet. Precept wolle nun das gesamte Wandeldarlehen in Aktien umwandeln, sobald dies materiell möglich sei, erklärte Leclanché. Precept werde dadurch zum Hauptaktionär und beabsichtige eine langfristige Beteiligung.

Nach der Umwandlung der ursprünglichen vorgeschossenen 4,7 Millionen Franken dürfte Precept 23,5 Prozent am ausgegebenen Aktienkapital von Leclanché halten. Würde Precept aber das gesamte Wandeldarlehen vollständig umwandeln, beliefe sich der Anteil auf 54,3 Prozent und der Investor hätte die Kontrolle über Leclanché erlangt.

(vst/aho/sda)

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