Grund für den Rückgang seien einmalige Umrechnungsdifferenzen wegen der Schwäche des brasilianischen Real zum US- Dollar. Der Bruttoertrag erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 31% auf 7,5 Mio Dollar. Operativ wurden mit 772000 Dollar 16% weniger erzielt. Insgesamt befinde sich Precious Woods auf dem langfristig angelegten Wachstumskurs. Die Gruppe will Umsatz und Gewinn stark steigern.

Büro Fürrer

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Büro Fürrer hat von Mai bis Oktober dieses Geschäftsjahres einen Verlust von 0,9 Mio Fr. geschrieben. Die Investitionsunlust der Kundschaft hat beim Büroeinrichter zu einem Umsatzrückgang von 8,5% auf 70,1 Mio Fr. geführt. Der Markt für Büroeinrichtungen sei um 35% und derjenige für Verbrauchsmaterialien um 15% eingebrochen. Mit 53,5 Mio Fr. habe der Umsatz in der Sparte Büromaterial, IT-Zubehör und Kaffeesysteme gegenüber dem Vorjahreshalbjahr fast gehalten werden können, dies vor allem dank des Ausbaus des Kaffeegeschäftes. In der Sparte Büroeinrichtungen ging der Umsatz jedoch um 25% auf 16,6 Mio Fr. zurück. Wegen der hohen Investitionen in zusätzliche Logistikkapazitäten in Dintikon AG sei der Geschäftsaufwand leicht auf 25,7 Mio Fr. gestiegen. Das Betriebsergebnis sei deshalb mit 20000 Fr. nur knapp positiv ausgefallen, gegenüber 3,4 Mio Fr. in der Vorperiode. Im zweiten Halbjahr sollte der Umsatzrückgang verringert werden können. Der Konzerngewinn werde im ganzen Geschäftsjahr (per Ende April 2003) leicht positiv ausfallen.

Movado

Die Bieler Uhrengruppe Movado hat im dritten Quartal 2002 ihren Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 17,1% auf 8,8 Mio Dollar gesteigert. Die an der New Yorker Börse kotierte Gruppe verzeichnete in der Berichtsperiode ein Umsatzwachstum von noch 1% auf 91 Mio Dollar. Das operative Ergebnis stieg dank Kostenreduktionen auf 13,3 (9,5) Mio Dollar. Laut Mitteilung hat Movado seine Schulden seit letztem Jahr auf 34 (71) Mio Dollar faktisch halbiert. Laut Movado-Präsident und Konzernchef Efraim Grinberg wurden die Erwartungen für das dritte Quartal übertroffen. Das Wachstum sei vor allem auf zwei neue Konzepte zurückzuführen: Die Movado-Boutiquen und die Marke Tommy Hilfiger.

Mikron

Der Weiterbestand des Bieler Technologiekonzerns Mikron hängt nun von den Gläubigern ab, nachdem der Verkauf des Geschäftsbereichs Machining Technology (MT) gescheitert ist. Interessenten hatten zu wenig Geld für MT geboten. Die Einheit soll nun Teil der Gruppe bleiben. Es bestünden keine Pläne, den Verkaufsprozess zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen, teilt das Unternehmen mit. Zwar sei das Interesse am Verkaufsprojekt erheblich gewesen, doch die schwache Wirtschaftslage habe den erreichbaren Erlös stark reduziert. Der Verkauf von MT hätte liquide Mittel in die Kassen spülen sollen, um die Schulden des Konzerns substanziell zu reduzieren und die Bilanzstrukturen zu verbessern. Damit hätte sich Mikron aus eigener Kraft helfen können, so Finanzchef Jürg Wenger. Weil nun der Verkauf wegfalle, setze Mikron die Diskussionen mit den Kreditgebern über die Kreditmöglichkeiten fort.

Distefora

Der im Juli entlassene Distefora-Geschäftsführer Patrick Hofmann will zurück an die Macht der Firma. Der bisherigen Firmenspitze wirft er die Aushöhlung der Gesellschaft vor. Die Aktionäre sollen um 31 Mio Fr. geprellt worden sein. Ende Juni habe Distefora liquide Mittel von rund 31 Mio Fr. (21,5 Mio Euro) in der Kasse gehabt, sagte Hofmanns Rechtsanwalt Michael Kloter in Zürich. Seither seien mehrere millionenschwere Darlehen an die deutschen Unternehmen Köllmann und Adori geflossen, die unter Kontrolle der luxemburgischen SIS stünden. Pikant an der Geschichte: Laut Kloter sitzen zum Teil dieselben Leute an den Schalthebeln von Adori und der Köllmann-Gruppe, die auch bei Distefora das Sagen haben. Im Einzelnen soll Distefora ein Darlehen von 16,3 Mio Euro der Köllmann-Gruppe gegeben haben, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken soll, wie Kloter sagte. Auch Adori habe von Distefora ein Darlehen von 1,2 Mio Euro in bar erhalten. Zudem seien 1,7 Mio Euro an SIS-Chef Christian Nicolai für einen Beratervertrag geflossen, sagte der Anwalt. Dadurch seien von Juli bis September 90% der Liquidität aus der Distefora abgezogen worden, ohne dass diese dafür Sicherheiten im entsprechenden Gegenwert erhalten habe. Bei Distefora war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Valiant

Der Zusammenschluss der drei grössten unabhängigen Schweizer Regionalbanken unter dem Dach der Valiant Holding ist perfekt. Nach der Luzerner Regiobank und der IRB Interregio Bank haben auch die Aktionäre der Berner Valiant-Banken zugestimmt. Es entsteht die elftgrösste Schweizer Bank mit rund 400 000 Kunden und einer Bilanzsumme von rund 17 Mrd Fr. Der Zusammenschluss der Valiant Bank/Valiant Privatbank mit der IRB Interregio Bank (Reinach AG) und der Luzerner Regiobank erfolgt rückwirkend per 30. Juni 2002. Die Banken werden weiterhin unter ihrem bisherigen Firmennamen am Markt auftreten und Mitglieder der Regionalbanken-Gruppe RBA bleiben. Valiant verlegt ihren Holdingsitz von Bern nach Luzern. Die operative Konzernleitung bleibt aber in Bern.

Nextrom

Die Aktionäre des Waadtländer Glasfaserverarbeiters Nextrom haben an einer ausserordentlichen GV einer Rekapitalisierung des Unternehmens zugestimmt. Die neuen Inhaberaktien werden demnach vom 12. bis 18. Dezember 2002 zum Bezug angeboten. Der Bezugspreis beträgt 10.65 Fr. Den bestehenden Aktionären räumt die Holding ein Bezugsangebot im Verhältnis von 3:1 ein. Wie der Anbieter von Produktionssystemen zur Verarbeitung von Glasfasern und Glasfaserkabeln weiter mitteilt, umfassen die Kapitalmassnahmen eine Herabsetzung des bestehenden nominellen Aktienkapitals um maximal 90%. Nach der Herabsetzung sollen 1409565 Inhaberaktien mit einem Nennwert von 3 Fr. sowie 1406250 Namenaktien mit Nennwert von 1 Fr. ausgegeben werden, um das Aktienkapital auf 7513260 Fr. zu erhöhen. Euro genannt.