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Wiedersehen
Precious Woods will zurück an die Börse

Precious Woods: War von 2002 bis 2011 ein erstes Mal an der Börse. Keystone

Vor drei Jahren verabschiedete sich die Zuger Tropenholzfirma Precious Woods vom Schweizer Parkett. Nun hat sich das Unternehmen für ein Comeback zurechtgestutzt.

Von Marc Iseli und Marc Badertscher
am 08.06.2016

Die Zuger Tropenholzfirma Precious Woods strebt wieder die Schweizer Börse an. Verwaltungsratspräsident Ernst A. Brugger sagte gegenüber der «Handelszeitung»: «Wir prüfen den erneuten Gang an die Schweizer Börse.» Mit einstiegswilligen Fonds sei man bereits im Gespräch.

Das Unternehmen war von 2002 bis 2013 bereits in der Schweiz kotiert. Zu Höchstzeiten kostete das Papier über 150 Franken, der Schlusskurs lag bei unter 4 Franken. Zahlreiche Aktionäre erlitten hohe Verluste, so etwa die Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich (BVK) und Roche-Erbin Beatrice Oeri. Seit der Dekotierung vor 3 Jahren wird der Titel nur noch über die OTC-Plattform der Zürcher Kantonalbank gehandelt.

Kapitalerhöhung im Juni

Die Börsen-Rückkehr ist die Krönung des neuen Master-Plans bei Precious Woods. Die Firma hat in den vergangenen Jahren die Bilanz entschlackt und zweimal in Folge ein positives Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen erzielt, nachdem Jahr für Jahr rote Zahlen resultiert hatten. Nun folgt eine Kapitalerhöhung. 2 Millionen Aktien werden ausgegeben, rund 10 Millionen Franken sollen so in die Kassen der Zuger gespült werden.

Das Kapital soll für Investitionen und die weitere Entschuldung genutzt werden, denn die Zinslast wiegt schwer. Jedes Jahr verschlingt sie fast 10 Prozent des Umsatzes, die Eigenkapitalquote liegt bei mageren 18 Prozent. Eine Quote von 35 Prozent wird angestrebt.

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