Luxushotel-Gruppe Victoria-Jungfrau Collection verzeichnete zwischen Januar und Juni deutlich mehr Logiernächte. Den Umsatz konnte sie aber nur halten. Immerhin verringerte sich aber der Reinverlust. Für den Rest des Jahres geht das Management weiterhin von einem «herausfordernden» Marktumfeld aus.

Die Zahl der Logiernächte stieg in der Berichtsperiode gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent auf 69'762 und die Zimmerbelegungsrate nahm um 2,8 Prozentpunkte auf 48,1 Prozent zu. Der Umsatz konnte mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 33,7 Millionen Franken indessen nur gehalten werden. Der Bruttobetriebserfolg sank um 2,3 Prozent auf 12,2 Millionen Franken und machte noch 36,3 Prozent des Umsatzes aus (-1 Prozentpunkt). Der Betriebsgewinn (Ebitda) fiel um 5,3 Prozent auf -0,64 Millionen. Hingegen konnte der Reinverlust auf 2,87 Millionen Franken verkleinert werden, von -3,38 Millionen im Vorjahr, wie die Hotelgruppe mitteilt.

Dynamische Preisstrategie

Die Zunahme der Logiernächte wird in der Mitteilung auf die weiterhin verfolgte «dynamische Preisstrategie» zurückgeführt. Darüber hinaus hätten in der Restauration und im Bereich Spa die Erträge verbessert werden können, heisst es weiter.

Unter den einzelnen Häusern der Gruppe stiegen die Logiernächte im Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa Interlaken, im Palace Luzern und im Bellevue Palace Bern, während das Eden au Lac Zürich das Vorjahresniveau hielt. Ausser in Luzern fielen in allen Häusern indessen die Bruttobetriebserträge.
In Interlaken sank infolge des Drucks auf die Zimmerraten der Bruttobetriebserfolg insgesamt um 3,3 Prozent auf 5,4 Millionen Franken, so die Mitteilung weiter.

Anzeige

Luzern verbessert sich

Demgegenüber stieg dieser in Luzern vor allem wegen eines besseren Kostenmanagements in den Bereichen Spa und Beherbergung um 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen. In Bern sei das Konferenz- und Bankettgeschäft unter Vorjahr geblieben, was zu einem Rückgang des Bruttobetriebserfolgs um 2,8 Prozent auf 3,4 Millionen geführt habe. Und in Zürich fiel die Kennzahl um 11,6 Prozent auf 1 Millionen.

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres rechnet das Management laut Mitteilung «nach wie vor mit einem herausfordernden Marktumfeld». «Um diese Herausforderungen zu meistern, werden wir an unserer hohen Servicequalität festhalten und gleichzeitig die Positionierung der einzelnen Hotels stärken und ausbauen», lässt sich Verwaltungsrats-Präsident Beat Sigg in der Mitteilung zitieren.

(sda/se)