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Preisdruck macht Schild zu schaffen

Im vergangenen Jahr fanden mehr Kunden den Weg in die Läden von Schild. (Bild: Keystone)

Schild hat 2012 mehr Kleidung verkauft und den Umsatz minimal gesteigert. Doch die Modegruppe spürte Druck durch den tiefen Euro sowie durch Online-Konkurrenz aus dem Ausland.

Veröffentlicht am 29.01.2013

Die Modegruppe Schild hat im vergangenen Jahr mehr als 3 Millionen Kleidungsstücke verkauft. Das ist ein Plus von 6,5 Prozent. Der Umsatz hat sich aber wegen den tieferen Verkaufspreisen weniger gut entwickelt. Er blieb mit 188,3 Millionen Franken (+0,6 Prozent) stabil.

Flächenbereinigt liegt der Ertrag um 1,8 Prozent tiefer, wie Schild vor den Medien in Zürich mitteilte. Der Cashflow, also der Zufluss von liquiden Mitteln, entwickelte sich aber positiv: Er legte um 9,4 Prozent auf 15,1 Millionen Franken zu.

Die Unternehmensverantwortlichen zeigten sich mit den Ergebnissen zufrieden. «Es ist zwar nicht das beste aller Jahre», sagte Schild-Chef Thomas Herbert. Dennoch habe sich Schild besser entwickelt als der Gesamtmarkt, der eine Umsatzeinbusse von 4 Prozent hinnehmen müsse.

Schild hatte auch im vergangenen Jahr mit Preisdruck durch den tiefen Euro zu kämpfen. Lieferantenseitige Euro-Preisanpassungen führten beispielsweise zu einer Umsatzeinbusse von rund 8 Millionen Franken. Zudem spürt Schild die Konkurrenz von Online-Anbietern aus dem Ausland.

Dennoch fanden im vergangenen Jahr mehr Kunden den Weg in die Filialen der Schild-Gruppe. 4000 bis 6000 neue Stammkunden (Memberkunden) konnte das Unternehmen monatlich für sich gewinnen. Diese Entwicklung ist für das Unternehmen relevant, denn die mehr als 900'000 Stammkunden generieren drei Viertel des Umsatzes.

Kooperation mit Miss-Schweiz-Organisation

Als Erfolge im vergangenen Jahr nannten die Verantwortlichen nebst Shop-Eröffnungen weiter die Einführung einer Eigenmarke bei den Hemden, die Zusammenarbeit mit Max Havelaar bei T-Shirts, den Ausbau des Online-Shops sowie die strategische Kooperation mit der Miss-Schweiz-Organisation.

Schild will nun die Expansionsstrategie regional und mit neuen Marken fortführen. Dabei werde der Service und die Beratung durch Fachpersonal immer wichtiger, betonte Verwaltungsratspräsident Stefan Portmann.

Das Unternehmen wolle darum auch in Zukunft Löhne zahlen, die es den erfahrenen Mitarbeitern erlauben, im Beruf zu blieben. Schild betreibt in der Schweiz 31 Modehäuser, 3 Outlets, 23 Markenshops und 9 Boutiquen mit Calzedonia-Labeln. Insgesamt arbeiten mehr als 700 Mitarbeiter für die Gruppe.

(tno/aho/sda)

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