Der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller Nestlé ist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015 schneller gewachsen als von Analysten erwartet. Organisch legte der Westschweizer Konzern um 4,4 Prozent zu, wobei 1,9 Prozent auf Mengenwachstum (internes Realwachstum RIG) und 2,5 Prozent auf Preisanpassungen zurückzuführen waren. Der Gruppen-Umsatz stieg um 0,5 Prozent auf 20,9 Milliarden Franken. Dabei machte der Wechselkurseffekt -4,5 Prozent und der Akquisitionseffekt +0,6 Prozent aus, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Damit hat Nestlé die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) bei der wichtigsten Kennzahl organisches Wachstum übertroffen. Diese hatten das organische Wachstum im Durchschnitt bei +4,1 Prozent (Bandbreite +3,1 bis +4,7 Prozent) und das interne Realwachstum bei +2,2 Prozent (+1,6 bis +2,7 Prozent) geschätzt. Beim Umsatz wurde ein Wert von 21,31 Milliarden Franken erwartet. Nestlé liegt mit seinem Wert zwischen den Konkurrenten Danone und Unilever, die organisch im ersten Quartal um 4,8 Prozent bzw. 2,8 Prozent wuchsen.

Wachstum in allen Regionen

Alle drei geographischen Regionen trugen laut Mitteilung zum Wachstum von Nestlé bei: Dieses lag bei 5,6 Prozent in Nord- und Südamerika (AMS), bei 4,5 Prozent in der neuen Region Europa, Naher Osten und Nordafrika (EMENA) und bei 2,2 Prozent in Asien, Ozeanien und Subsahara-Afrika (AOA). Die Industrieländer wuchsen derweil um 2,5 Prozent und die aufstrebenden Märkte um 6,7 Prozent.

CEO Paul Bulcke zeigt sich in der Mitteilung soweit zufrieden: «Das Umsatzwachstum in den ersten drei Monaten entsprach unseren Erwartungen und wurde sowohl von internem Realwachstum als auch von Preisanpassungen angetrieben.» Man habe «gute Leistungen» in der Zone EMENA, bei Nestlé Waters und den Übrigen Geschäften erzielt. Auch habe Nestlé die Anstrengungen fortgesetzt, um die Dynamik in der Zone AOA und in Nordamerika wieder anzukurbeln und erwarte, dass diese Initiativen «im Laufe des Jahres an Zugkraft gewinnen werden».

Ausblick bestätigt

Entsprechend wird der Ausblick bestätigt. Nestle strebt nach einem organischem Wachstum von rund 5 Prozent mit Verbesserungen der Margen, des nachhaltigen Gewinns je Aktie bei konstanten Wechselkursen und der Kapitaleffizienz.

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(awp/ise/ama)