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Prinz Max im Glück: LGT-Bank ist auf Kurs

Prinz Max von und zu Liechtenstein: Seine Bank macht mehr Gewinn. Keystone

Der Vaduzer Bankengruppe LGT geht es gut: Ertrag und Gewinn klettern deutlich nach oben, zudem fliesst mehr Geld ins Ländle. Selbst die Kernkapitalquote ist klar gestiegen.

Veröffentlicht am 26.08.2015

Der Vermögensverwalter LGT Group hat im ersten Halbjahr 2015 den Ertrag und den Gewinn deutlich gesteigert. Trotz eines erfreulichen Netto-Neugeldzuflusses verringerten sich währungsbedingt die verwalteten Vermögen. Für den weiteren Geschäftsverlauf zeigt sich die LGT optimistisch.

Das liechtensteinische Institut habe im ersten Semester 2015 «erneut eine sehr gute Leistung» gezeigt, schreibt die LGT in einer Mitteilung vom Mittwoch. So verbesserte sich der Bruttoerfolg aufgrund einer höheren Vermögensbasis sowie dank reger Kundenaktivität gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 549 Millionen Franken.

Kosten im Griff

Dazu trugen der Erfolg aus dem Zinsgeschäft mit 47,3 Millionen (+10 Prozent), der Kommissions- und Dienstleistungserfolg mit 382 Millionen (+17 Prozent) sowie der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstigem Ertrag mit 120 Millionen (+13 Prozent) bei.

Der Geschäftsaufwand stieg in der Berichtsperiode um 13 Prozent auf 383 Millionen, wobei sich der Personalaufwand wegen Personalrekrutierungen sowie leistungsabhängiger Vergütungskomponenten um 15 Prozent auf 300 Millionen erhöhte. Der Sachaufwand nahm um 8 Prozent auf Franken 82,7 Millionen zu. Die Cost/Income-Ratio verbesserte sich auf 69,7 Prozent verglichen mit 75,4 Prozent per Ende 2014.

Mehr Gewinn

Die Wertberichtigungen, Abschreibungen und Rückstellungen erhöhten sich um 36 Prozent auf 27,9 Millionen, aufgrund der mit den Private-Banking-Portfolios akquirierten immateriellen Vermögenswerte, welche über zehn Jahre abgeschrieben werden.

Unter dem Strich resultierte ein um 27 Prozent auf 131 Millionen Franken gestiegener Konzerngewinn. Die Kernkapitalquote (Tier 1) belief sich auf 20,0 Prozent per 30. Juni 2015, gegenüber 18,4 Prozent per 31. Dezember 2014.

Mehr als vier Milliarden Franken Neugeld

Zudem verzeichnete die LGT einen Nettozufluss an Neugeldern in Höhe von 4,1 Milliarden, was gegenüber Ende 2014 einem annualisierten Wachstum von 6 Prozent entspricht. Alle Regionen und beide Geschäftsfelder der Gruppe haben gemäss Mitteilung mit positiven Zuflüssen zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen. Die verwalteten Vermögen gingen gegenüber Ende des vergangenen Jahres dagegen währungsbedingt um 2 Prozent auf Franken 125,7 Milliarden zurück.

Die LGT sei für den weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus bezüglich ihrer Geschäftsentwicklung optimistisch, heisst es weiter. «Wir werden unsere langfristig verfolgte Wachstumsstrategie konsistent weiterführen und weiter in die Expansion und in die Investmentmanagement-Kompetenz unseres Unternehmens investieren», sagt laut Mitteilung CEO Prinz Max von und zu Liechtenstein.

(awp/ise/ama)

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