Die Privatbankengruppe EFG muss aufgrund des schwachen Geschäftsgangs sparen: Die Kosten sollen entsprechend um 30 Millionen Franken gesenkt werden, einschliesslich einer Reduktion von 200 Stellen. Die Einsparungen sollen bis Ende 2016 vollständig realisiert werden und würden die Kostenbasis neu ausrichten sowie Wachstumsinitiativen finanzieren, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

Der Geschäftsverlauf in den vier Monaten von Juli bis Oktober sei weiterhin von wirtschaftlicher und marktbedingter Unsicherheit beeinträchtigt, wobei sich die Befürchtungen hinsichtlich der Schwellenländer im September prononciert ausgewirkt hätten, so die Mitteilung. Zudem beschränke das anhaltend tiefe Zinsumfeld weiterhin die Einnahmen aus dem Bilanzstrukturmanagement. Der Bruttoertrag und die Bruttomarge blieben deshalb wie im ersten Halbjahr 2015 unter den Erwartungen.

«Gewinnentwicklung gedämpft»

«In Kombination mit der signifikanten Investition in weiteres Wachstum verbleibt die Gewinnentwicklung gedämpft - das schwache Ende des zweiten Quartals setzte sich somit im zweiten Halbjahr bis heute fort», schreibt EFG weiter. Entsprechend werde der zugrundeliegende Reingewinn im zweiten Halbjahr tiefer sein als in den ersten sechs Monaten 2015. Die Kapitalquoten blieben aber stabil.

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Das Nettoneugeld-Wachstum entsprach den Angaben zufolge 8% auf annualisierter Basis in der Periode von Juli bis Oktober 2015. Asien habe sich nach Nettoabflüssen im ersten Halbjahr (aufgrund von Anpassungen des Kreditportfolios) erholt, und in der Schweiz habe sich der Turnaround mit Nettoneugeldern am oberen Ende des Zielbands von 5-10 Prozent bestätigt. Ausser Nord- und Südamerika (aufgrund der regionalen makroökonomischen Situation) hätten alle Regionen Nettoneugelder erwirtschaftet. Die Ausleihungen blieben derweil verhalten, da man bei neuen Krediten weiterhin selektiv vorgehe. Die ertragsgenerierenden verwalteten Vermögen erhöhten sich auf 83,4 Milliarden Franken per Ende Oktober von 80,2 Mrd per Ende Juni 2015.

Weiter teilt EFG mit, dass man zuversichtlich sei, ein Vergleich in Bezug auf das US Steuerprogramm bis Ende Jahr erzielen zu können.

Das Jahresergebnis 2015 wird am 24. Februar veröffentlicht.

(awp/dbe)