Die Schweizer Privatbank Falcon hat im letzten Jahr einen Verlust von 128 Millionen Franken geschrieben. Grund dafür ist unter anderem der Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB, in den die Bank verwickelt war.

Konkret musste Falcon auf Geheiss der Aufsichtsbehörden die Filiale in Singapur schliessen. Auf das Ergebnis gedrückt haben aber auch die Erhöhung der vermuteten Verluste auf illiquiden Positionen und die Trennung von als risikoreich eingestuften Kunden, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

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Altlastenentsorgung im Gang

Zur Deckung des Verlustes hat der Hauptaktionär Aabar Investments der Bank zusätzliches Kapital zur Verfügung gestellt. Damit verfüge die Bank wieder über eine «solide und nachhaltige» Basis, heisst es in der Mitteilung. Ende Januar weist die Bank gemäss eigenen Angaben eine Eigenkapitalquote (Capital Adequacy Ratio) von über 20 Prozent und ein Liquiditätspolster von rund 140 Prozent auf.

Die Bank sei zudem daran, die restlichen Altlasten zu beseitigen und die von der Schweizerischen Aufsichtsbehörden Finma geforderten Verbesserungen der Kontrollen und der Risiko-Modelle vorzunehmen.

(sda/jfr/me)