Die Genfer Privatbank Pictet sagt dem britischen Auktionshaus Sotheby’s den Kampf an. Das schreibt die «Handelszeitung» in ihrer neuesten Ausgabe.

Zusammen mit der US-Private-Equity-Firma Carlyle will Pictet mit der Belehnung von Kunstwerken sowohl Kredite vergeben als auch die Liquidität seiner Kunden erhöhen. Dazu haben Pictet und Carlyle eine gemeinsame Gesellschaft gegründet: Athena Art Finance mit Sitz in New York. Laut der Privatbank will Pictet «die erste Adresse für den bisher kaum bewirtschafteten Kunstkreditmarkt werden».

Sotheby's mit mehr Erfahrung

Erste Deals sind laut Athena-Gründer Andrea Danese bereits unterschriftsreif, das geht «quer durch die Blue Chips der Kunstszene – darunter Alte Meister und Nachkriegswerke». Athena wurde mit einem Eigenkapital von 280 Millionen Dollar ausgestattet. Hiervon steuerte Pictet rund ein Drittel bei, der Rest stammt von Carlyle. Pictet fischt damit im Teich von Hauptkonkurrent Sotheby’s.

Das Auktionshaus mit Sitz in London betreibt dieses Geschäft seit fast 30 Jahren. Der Chef von Sotheby’s Financial Services,  Jan Prasens, sieht den Vorstoss von Pictet gelassen: «Aufgrund unserer Erfahrung hinsichtlich der Bewertung von Kunst – etwas, worauf traditionelle Finanzanstalten nicht zurückgreifen können – sind Kunstgegenstände für uns eine sichere Quelle für Darlehen», sagt Prasens zur «Handelszeitung».

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