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Credit Suisse
Private Banking in Deutschland auf Prüfstand

Credit Suisse: Die Grossbank will offenbar Teile des Private Bankings in Deutschland verkaufen. (Bild: Keystone)

Die Credit Suisse denkt laut einem Medienbericht darüber nach, Teile des Private Banking in Deutschland abzustossen.

Veröffentlicht am 06.06.2013

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse prüft Kreisen zufolge den Verkauf von Teilen des Vermögensverwaltungsgeschäfts in Deutschland. Credit Suisse arbeite daran, die Profitabilität des Private Bankings in verschiedenen europäischen Ländern zu verbessern, erklärte eine mit der Situation vertraute Person.

Eine Option sei der Ausstieg aus gewissen Geschäften. Zudem wolle sich die Bank in der Vermögensverwaltung ausserhalb der Schweiz auf die Superreichen konzentrieren. «Ein Verkauf von Teilen des deutschen Private Bankings passt in diese Logik», erklärte der Insider. Es sei aber falsch, davon auszugehen, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, Credit Suisse wolle sich in Deutschland auf die Superreichen konzentrieren und könnte den Rest der Vermögensverwaltung verkaufen. Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme dazu ab. 

Deutschland ist der grösste Vermögensverwaltungsmarkt in Europa. Angesichts des scharfen Preisdrucks arbeitet in Deutschland aber kaum ein Schweizer Anbieter mit Gewinn. Bereits im Dezember hatte Credit Suisse angekündigt, die Zahl der Niederlassungen in dem Land auf neun von bislang zwölf zu kürzen und etwa 150 der knapp 500 Jobs im Private Banking zu streichen.

Im Februar hatte Credit Suisse dann das bis 2015 angepeilte konzernweite Sparziel um 400 Millionen auf 4,4 Milliarden Franken angehoben. Die Division Private Banking and Wealth Management soll insgesamt fast eine Milliarde einsparen.

(muv/reuters)

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