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Pro Juventute schafft ausgeglichenes Ergebnis

Kann sich über gute Zahlen freuen: Pro-Juventute-Stiftungsdirektor Stephan Oetiker. (Bild: Keystone)

Die schwarze Null steht: Durch Umbaumassnahmen hat die Stiftung Pro Juventute ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht - und so ihr Fortbestehen vorerst gesichert.

Veröffentlicht am 02.04.2012

Der radikale Umbau hat sich gelohnt: Erstmals seit 15 Jahren schliesst die Stiftung Pro Juventute wieder mit einem ausgeglichenem Ergebnis. Damit ist das Überleben der Stiftung vorderhand gesichert.

Die schwarze Null per 31. Dezember 2011 war das erklärte Ziel, als die neue Führung 2009 einschneidende Massnahmen zur Sanierung und finanziellen Gesundung der mittlerweile 100-jährigen Kinder- und Jugendorganisation eingeleitet hatte. Bei einem operativen Aufwand von 18,728 Millionen Franken schloss die Stiftung mit einem Plus von 16'000 Franken ab, wie sie am Montag mitteilte.

Eine wichtige Etappe sei hiermit erreicht worden, wird Stiftungsratspräsident Josef Felder in einer Medienmitteilung zitiert. An der mittelfristigen Sicherung des Fortbestands von Pro Juventute müsse aber nach wie vor intensiv gearbeitet werden.

Wesentliche Gründe für die schwarze Null seien der Mittelzufluss im Bereich Spenden und Legate sowie Zuwendungen von Unternehmen und Stiftungen. Die Spenden und Legate erreichten letztes Jahr 6,4 Millionen Franken (2010: 4 Millionen). Die Zuwendungen von Kooperationspartnern (Firmen und Stiftungen) erhöhten sich um 20,8 Prozent auf 2,96 Millionen Franken.

Stiftungsräte arbeiteten gratis

Die Beiträge der öffentlichen Hand erhöhten sich um 0,3 Prozent auf 1,632 Millionen Franken. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Beiträge des Bundes und der Kantone. Der operative Aufwand kam mit 18,728 Millionen Franken gut 4 Prozent höher als im Vorjahr zu liegen (2010: 17,9 Millionen Franken). Mit 4,196 Millionen Franken (minus 5,3 Prozent) weiter rückläufig ist der Ertrag aus dem Briefmarkenverkauf.

Sämtliche Mitglieder des Stiftungsrats wie auch der Stiftungsratspräsident verzichteten 2011 zudem auf ihre Spesenpauschalen und bezogen keinerlei Entschädigungen für ihren Einsitz im Stiftungsrat von Pro Juventute.

Im Zentrum des Engagements von Pro Juventute stand 2011 einerseits der Ausbau des Angebots im Bereich der Finanz- und Medienkompetenz. Die Unterrichtseinheit «Handyprofi» wurde erweitert und bietet neu als «Pro Juventute Medienprofis» Anleitung für den sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Neuen Medien. Weitere Schwerpunkte waren die Nothilfe und die Unterstützung von Familien

(tno/vst/sda)

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