Der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G) will weiteres Personal abbauen, unter anderem auch an seinem Sitz in Genf. Wie der US-Konzern in Cincinatti mitteilte, sollen zwischen 2014 und 2016 zwischen 2 und 4 Prozent der aktuellen Stellen im nicht-produzierenden Bereich gestrichen werden.

Die Kürzungen würden teilweise über natürliche Abgänge und interne Umstrukturierungen vollzogen. Wie viele der aktuell rund 3000 Mitarbeitenden in Genf ihren Hut nehmen müssen, konnte P&G-Sprecherin Carine Shili auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda nicht genau sagen.

Genf werde als Europa-, Afrika- und Nahost-Hauptsitz weiterhin von strategischer Bedeutung bleiben, beteuerte sie. Da der Standort Genf aber vor allem ein Forschungs-, Entwicklungs- und Administrationsstandort ist, zittern viele der Angestellten nun um ihren Job.

Seit 1953 in der Schweiz 

Bereits im Februar dieses Jahres hatte der Hersteller von Gillette-Rasierklingen, Pampers-Windeln und Wella-Shampoo angekündigt, bis zum Ende des Fiskaljahres 2013 (per Ende Juni) über den ganzen Globus verteilt 5700 Arbeitsplätze in den Nicht-Produktionsbereichen zu streichen. Etwa 150 Personen mussten seither in Genf ihren Arbeitsplatz räumen.

Die weltweite Mitarbeiterzahl belief sich bei der ersten Bekanntgabe des Stellenabbaus im Februar auf 129'000 Personen. Rund 57'000 dieser Beschäftigten arbeiteten im nicht-produzierenden Bereich.

Procter & Gamble ist seit 1953 in der Schweiz tätig. Seit 1999 betreibt der Konzern in Genf neben der Schweizer Vertretung seinen Sitz für die Geschäfte in Europa, Nahost und Afrika. Es ist mittlerweile der drittgrösste private Arbeitgeber im Kanton Genf.

(tno/jev/sda)

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