Professor Thomas Rudolph weiss, was es braucht, um ein nachhaltiges Profil aufzubauen: Einen Profilierungskern, Glauben an das Ziel sowie profilstärkende Herausforderungen. Er bezeichnete denn auch die Profilierung als «die zentrale Herausforderung im Detailhandel». Um diese Herausforderung zu meistern, brauche es Profilierungsdisziplin.

Profilierungsdisziplin ist denn auch für Philippe Gaydoul, CEO von Denner, sehr wichtig. Bereits sein Grossvater habe für Denner ein Profil entwickelt. Gaydoul will sich auf die Kernkompetenz, den Preis, konzentrieren und dabei Denner als den Discounter profilieren. Einer seiner zehn Leitsätze heisst «Mehr Mut zum Risiko». «Nur dann hat man Chancen auf Erfolg», so Gaydoul. Denner soll als der Schweizer Lebensmitteldiscounter weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat grosse Ambitionen. Er will Ernährungspartner der Kunden werden. Luis Cantarell, stellvertretender Generaldirektor, erklärte, wie das Unternehmen sein Ziel erreichen will. Einerseits soll der Nährwert der Produkte gesteigert werden, ohne an Geschmack einzubüssen. Andererseits will Nestlé die Kunden dazu ermuntern, sich über ihre Ernährung zu informieren und ein ausgewogenes Leben zu geniessen. Hilfe bietet etwa der Kompass mit Angaben zum Nährwert, zum Tagesbedarf und mit anderen wissenswerten Informationen. Manor will sich für seine Kunden weiter verbessern. Entwicklungspotenzial sieht der General Merchandising Manager von Manor, Urban Neuhäusler, in der Professionalisierung der Eigenmarken oder in kundenorientierten Innovationen. Die Produkte sollen modischer, qualitativer und trendiger werden. Durch Service soll ein optimales Kundenerlebnis geschaffen werden. Dazu gehören professionelles Einkassieren, Kundenkontakt und ein Mix aus Beratung und Selfservice. Mit diesen Massnahmen will Manor die Vision für 2009 erreichen. Diese lautet: Der beste Multispezialist in Europa sein.

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