Das Gastgewerbe hat einen Sieg in Sachen Public-Viewing-Streit errungen: Wer Fussballspiele auf Grossbildschirmen überträgt, braucht lediglich eine Bewilligung der Verwertungsgesellschaft Suisa. Weder zusätzliche Gebühren an die SRG noch eine Zustimmung der Uefa oder Fifa sind dafür nötig.

Damit ist ein langwieriges Verfahren, das sich seit der Europameisterschaft 2008 hinzog, beendet. Massgebend ist das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Februar 2011, das festhält, dass das Public Viewing der sogenannten Kollektivverwertung unterliegt. Demnach hat die Uefa kein spezielles Vorführrecht an der öffentlichen Übertragung ihrer Fussballspiele. Das Urteil wurde weder vom Fussballverband noch von der SRG angefochten.

Der Hotellerie- und Restaurantverband Gastrosuisse zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. «Das jetzige Resultat ist ganz im Sinne der Restaurants und Hotels, die ihren Gästen nun zum Beispiel eine Fussball-WM zu vernünftigen Bedingungen zeigen können», so Christian Belser, stellvertretender Leiter des Rechtsdienstes bei Gastrosuisse, in einem Communiqué.

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(laf/rcv)