Der Publigroup-Verwaltungsrat befasst sich mit der Stimmrechtsbeschränkung und plant Änderungen. Gemäss Informationen der «Handelszeitung» sollen die Aktionäre an der nächsten Generalversammlung im April über den Incentive-Plan von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung konsultativ abstimmen können.

Auch die Vinkulierungsbestimmungen passen nicht mehr zu einem modernen Konzern. Das hat Publigroupe inzwischen eingesehen. Dieses Jahr wird sich der Verwaltungsrat mit diesem Thema befassen. Das verspricht VR-Präsident und noch CEO Hans-Peter Rohner gegenüber der «Handelszeitung» am Investorentag. «Das ist ein Thema, das 2012 auf der Agenda des Verwaltungsrates ist.»

Die Statuten beschränken das Stimmrecht einzelner Aktionäre auf  5 Prozent. Vor drei Jahren wurde die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung an der Generalversammlung noch deutlich abgelehnt. Nun verlangen auch Aktionäre eine Änderung, wie die «Handelszeitung» weiss. Zu den grössten Shareholdern gehören die spanische Bestinver, die Jean-Robert Gerstenhauer Foundation, die Erben von Alfred Borter mit und Tweedy Browne.

Anzeige

Corporate Governance-Experte Gregor Greber von Zcapital erachtet die Verbesserungen der Corporate Governance als nötig. «Der Verwaltungsrat wird von den Aktionären gewählt und sollte sich nicht vor seinen Eigentümern mit Stimmrechtsbeschränkungen schützen.»