Eine häufig und immer wieder gestellte Frage von vielen versicherten Personen bezieht sich auf die Bezugsvariante von Pensionskassengeldern. Welches ist die richtige Lösung?

Sinnvollerweise kann anlässlich einer ganzheitlichen und unabhängigen Pensionsplanung als integrierter Bestandteil auch diese Frage individuell beantwortet und eine passende Lösung gefunden werden.

Welche Bezugsmöglichkeit im Einzelfall die richtige Lösung ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann durch eine möglichst frühzeitige und professionelle Analyse beurteilt werden. Die Praxis zeigt leider immer wieder, dass sich viele Personen zu spät mit diesem sehr wichtigen Thema auseinandersetzen oder die Entscheidung nachlässig und ohne detaillierte Beurteilung fällen. Sorgfältig müssen Vor- und Nachteile von Fall zu Fall abgewägt werden. Persönliche Prioritäten, die familiäre Situation, andere Vorsorgeleistungen (z.B. AHV-Rente) sowie die Vermögensverhältnisse ste-hen im Mittelpunkt der Beurteilung.

Je nach Reglement der Pensionskasse stehen verschiedene Varianten zum Bezug der Gelder offen. Nicht nur eine reine Renten- oder Kapitalbezugsform ist möglich, sondern auch eine Kombination davon. Gesetzlich geregelt ist ein möglicher Kapitalbezug von mindestens 25%. Im Falle eines (Teil-)Kapitalbezugs sind sicherlich auch die steuerlichen Konsequenzen nicht unrelevant. Je nach Höhe des Bezugs (Steuerprogression) können sehr hohe Kapitalleistungssteuern anfallen. Diese können durch eine frühzeitige Steuerplanung (Steuerstaffelung) in gewissen Fällen enorm optimiert werden.

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Ebenfalls gilt es zu beachten, dass ein allfällig gewünschter Kapitalbezug in der Regel spätestens drei Jahre vor der Erreichung des ordentlichen Pensionierungsalters bei der Pensionskasse angemeldet werden muss. Genaue Fristen können im Pensionskassenreglement nachgelesen werden. In den meisten Fällen ist die Entscheidung definitiv und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Die eigene Situation und der daraus resultierende Entscheid, ob nun das Kapital als Rente oder Kapital bezogen wird, kann in keinem Ratgeber nachgelesen werden, auch gibt es keine Patentlösung dazu. Eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit diesem Thema und professionelle Unterstützung durch einen Fachexperten in der Entscheidungsfindung machen deshalb Sinn – lange vor der Pension.