Interhome, die Vermittlerin von Ferienwohnungen und -häusern der Hotelplan-Gruppe, kann ihr Port- folio auf einen Schlag um über 50% auf 46000 Objekte ausbauen. Möglich macht den Quantensprung die Kooperation mit ResortQuest, dem führenden Anbieter von mietbaren Ferienunterkünften in den USA. Bei diesem Geschäft fliesst kein Geld, dafür kann ResortQuest in Amerika die gesamte Palette von Interhome in Europa vertreiben.

Der Vertrag zur gegenseitigen Vermarktung tritt am 31. Juli 2008 in Kraft. Auf Anfrage der «Handelszeitung» erklärt Simon Lehmann, CEO von Interhome: «Dies ist ein massiver Schritt. Hier haben sich zwei gleichwertige Partner gefunden, die über ein identisches Geschäftsmodell verfügen.» Ähnlich wie Interhome betreibe ResortQuest die organisierte Parahotellerie: Die Vermietung von Ferienunterkünften im Management der Eigentümer.

Lehmann fügt hinzu: «In diesem Tourismussektor sind wir nach der kompletten Integration der Angebote von ResortQuest Marktführer in Europa, weil wir dann am meisten buchbare Unterkünfte in der organisierten Parahotellerie unter einem Markennamen vereinen.» Dieses Ziel will Interhome gemäss Lehmann 2009 erreichen – ursprünglich war es erst für 2010 vorgesehen. Die neu 46000 Objekte in 21 Ländern setzen sich wie folgt zusammen: 20000 mit direkten Verträgen in Europa sowie 26000 via Kooperationspartner, davon 16000 über ResortQuest in Amerika. Vor dem Stellenantritt von Lehmann als CEO vor bald drei Jahren waren es total 18000 Objekte.

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China und Indien werden geprüft

Gleichzeitig mit dem Expansionsschub in den USA expandiert Interhome nach Arabien, wo über eine Partneragentur ein Büro in Abu Dhabi eröffnet wird. Dieses bearbeitet die Emirate, Oman, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und Kuwait, um arabische Kunden zu gewinnen. Zudem deutet Lehmann an: «China und Indien prüfen wir derzeit ebenfalls.»

2006/07 setzte Interhome 209 Mio Fr. (+7,7%) um. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. Oktober 2008 endet, hat man einen Umsatz von 218 Mio Fr. budgetiert. «Das Ziel werden wir erreichen», sagt Lehmann.