Der heutige Internationale Frauentag mahnt die Rechte von Frauen in aller Welt an – auch in der Wirtschaft. Erst am Montag hat EU-Grundrechtekommissarin Viviane Reding laut über eine Frauenquote nachgedacht. Mit freiwilligen Lösungen würden häufig keine grossen Fortschritte erzielt, sagte Reding in einem Interview: «In zwei Dritteln der Mitgliedsländer sehen wir nur Stillstand, das ist völlig ungenügend, ja, lächerlich».

In Deutschland setzt sich derweil seit Ende Februar die Initiative «ProQuote» für einen Frauenquote im Journalismus ein. Ihr Ziel ist es, eine Quote von 30 Prozent in deutschen Chefredaktionen etablieren.

Am Dienstag zeigte eine Studie der Unternehmensberatungsfirma McKinsey: Die Anzahl der Frauen in den Teppichetagen europäischer Grosskonzerne ist in den letzten Jahren zwar deutlich gestiegen, aber immer noch klein. Ein Hauptproblem ortet die Studie beim mittleren Management.

Zwei Frauen für den UBS-Verwaltungsrat

Eine andere Untersuchung kam am gleichen Tag zu dem Ergebnis: Frauen verdienen in der Schweiz wie auch in den USA immer noch markant weniger als Männer. Während der Unterschied in der Schweiz 18,4 Prozent beträgt, ist der Durchschnittslohn einer Amerikanerin 23 Prozent tiefer.

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Den Anteil an Frauen im Verwaltungsrat schraubt derweil die UBS hoch: Die Grossbank hat die Volkswirtschafterin und Wirtschaftsberaterin der deutschen Regierung, Beatrice Weder di Mauro, und die Rechtsprofessorin und Anwältin Isabelle Romy nominiert.

Welche Frauen es in Schweizer Unternehmen noch in die Chefetagen geschafft haben, sehen Sie in unserer Bildgalerie oben. Weitere Informationen zum Weltfrauentag bündelt Google mit einem Doodle. Ein Klick auf das abgewandelte Firmenlogo führt heute zu Frauentagtreffern.