Die USA haben im Steuerstreit mit der Schweiz eine weiter Schweizer Bank ins Visier genommen - und zwar das Privatinstitut Rahn & Bodmer. So wurde die älteste Privatbank Ende August dieses Jahres darüber orientiert, dass gegen das Institut eine Strafuntersuchung eingeleitet worden ist. Das berichtet die «Neue Zürcher Zeitung».

Mit dem Vorgehen der US-Justizbehörden gehört Rahn & Bodmer wie die Credit Suisse, die Basler Kantonalbank, die Zürcher Kantonalbank, die Privatbank Julius Bär, die Bank Pictet oder HSBC im Steuerdisput mit den Amerikanern zur «Kategorie 1». 

Rahn & Bodmer trennte sich von US-Kunden

Derweil bestätigt Christian Rahn, Partner der Privatbank, den beschriebenen Sachverhalt gegenüber der Zeitung «Nordwestschweiz». Allerdings beteuert er, dass Ende Juni 2008 in einem Partnermeeting beschlossen wurde, «keine US Kunden mehr mit unversteuerten Vermögenswerten anzunehmen», nachdem der Steuerstreit der UBS mit den USA bekanntgeworden war. 

Darüber hinaus hätte Rahn & Bodmer die bestehenden Kunden dazu aufgefordert, eine Selbstanzeige bei den US-Steuerbehörden anzustreben. «Von den meisten haben wir uns getrennt», sagt Rahn.

Rahn arbeitet an Lösung

Indes sei die Bank laut Rahn auf eine Auseinandersetzung mit den USA vorbereitet, weil das Finanzhaus derzeit das US-Geschäft aufarbeite. «Wir haben sowohl personelle, wie finanzielle Ressourcen bereitgestellt, um diese Angelegenheit nachhaltig zu lösen.»

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Daher geht Rahn im Gespräch mit der «Nordwestschweiz» davon aus, die US-Justizbehörden bis Ende Oktober über die Untersuchungsergebnisse orientieren zu können. 

(muv/vst)