Der Kaufpreis für die Bank Notenstein sei so konzipiert worden, dass in der Bank Wegelin ausreichend Haftungssubstrat für eine allfällige Busse aus den USA verbleibt, sagte Pierin Vincenz der «Südostschweiz am Sonntag». «Ein Durchgriff auf Vermögenswerte bei Notenstein beziehungsweise Raiffeisen dürfte somit ausgeschlossen werden, weshalb wir keine negativen Folgen für Raiffeisen erwarten», so Pierin Vincenz.

Die neu gegründete Privatbank Notenstein entwickle sich hervorragend. «Sie ist ebenfalls durch und durch schweizerisch. Sie hat zwar eine andere Kundenstruktur, aber ist ein wichtiger Bestandteil, um die Wertschöpfungskette der Raiffeisen- Gruppe zu verlängern. So werden wir gewisse Produkte, die wir bisher einkaufen mussten, künftig auch unseren Raiffeisen-Kunden anbieten können. So können wir die Marge im Haus behalten», sagt Vincenz.

Bei den Mitarbeitenden habe sich kaum etwas verändert. Hingegen hat es von Kunden Reaktionen gegeben, was gemäss Vincenz bei Übernahmen normal ist.

Die Raiffeisen-Gruppe hatte Anfang Jahr den grössten Teil des Geschäfts der St. Galler Privatbank Wegelin gekauft und in die neu gegründete Privatbank Notenstein überführt. Wegelin ist unter Druck der US-Justiz geraten. Grund waren unversteuerte Gelder von ehemaligen UBS-Kunden, die die Bank übernommen haben soll. Wegelin wurde deswegen in den USA angeklagt.

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(chb/sda)