Am Samstag findet die ausserordentliche Delegiertenversammlung der Raiffeisen-Gruppe statt. Ziel: Aufräumen nach dem Skandal um Ex-Chef Pierin Vincenz. Gewählt werden neben neuen Köpfen etwa der neue Präsident Guy Lachapelle.

Offenbar steht auch ein Traktandum zu Patrik Gisel an: So wolle Raiffeisen Schweiz ihren Noch-Chef Patrik Gisel möglichst rasch loswerden, wie der «Tagesanzeiger» schreibt. Derzeit verhandle der Verwaltungsrat mit Gisel über eine einvernehmliche Trennung, die in den nächsten Tagen verkündet werden könnte. Bisher war geplant, dass Gisel Ende Jahr gehen soll.  

Der VR zweifle an der Darstellung

Dass es die Bank plötzlich so eilig hat, dürfte mit Gisels Beziehung zur früheren Verwaltungsrätin Laurance de la Serna zusammenhängen. Er legte diese dem Verwaltungsrat erst offen, als Medien nachfragten. De la Serna verliess den Verwaltungsrat diesen Sommer –offiziell wegen «Veränderungen im beruflichen Umfeld sowie aus persönlichen Gründen».

Gisel selbst beteuere, dass er erst nach ihrem Rücktritt die Beziehung begonnen habe, schreibt die Zeitung weiter. Der Verwaltungsrat jedoch zweifle an dieser Darstellung. Raiffeisen erklärte gegenüber der Zeitung, erst vor kurzem von der Beziehung erfahren zu haben. Weitere Angaben machte die Bank nicht.

(bsh)