Er habe eine Anfrage erhalten, sagt Vincenz der „Handelszeitung“. Auf die Frage, ob er für den Posten zur Verfügung stehen würde, bestätigt er erstmals: “Ich würde es sicher prüfen.“ Er bezeichnet die Verkehrs- und Infrastrukturthematik in der Schweiz als höchst spannend. Am letzten Mittwoch hat der Bundesrat bereits zwei neue SBB-Verwaltungsräte ernannt: Ex-Güterbahn CEO der DB, Bernd Malmström, sowie Conrad Löffel, ehemaliger Partner bei Ernst& Young. Vincenz bezeichnete es als sehr wichtig, dass der SBB-VR mit solchen Fachleuten besetzt werde. Zudem wirft er ein, dass mit Olivier Steimer, Präsident der Banque Cantonale Vaudoise, schon ein Banker im SBB-VR verteten sei. Allerdings sind die Erfahrungen des 51-jährigen Bündners Vincenz mit Regionalpolitik und verschiedenen Landesteilen – gerade auch dem Tessin – von anderen Bankern nicht so leicht zu übertreffen. Gemäss Daniel Bach, Sprecher des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), ist man derzeit daran, die Nachfolgekandidaten für Lalive d’Epinay, der per Ende Jahr zurücktritt, zu evaluieren. Namen konnte er keine nennen. Wie die „Handelszeitung“ bereits berichtete, befindet sich auch Logistikunternehmer und Hupac-Präsident Hans-Jörg Bertschi im Rennen um den Posten.

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