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Investnet-Deal
Raiffeisen fordert von Vincenz Geld zurück

Logo of the Raiffeisen bank at its headquarters in St. Gallen, Switzerland, on June 5, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Logo der Raiffeisenbank am Hauptsitz in St. Gallen, aufgenommen am 5. Juni 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Raiffeisen: Arbeitet die Ära Pierin Vincenz auf. Quelle: © KEYSTONE / GAETAN BALLY

Raiffeisen will die Deals mit Investnet für ungültig erklären. Es geht um knapp 40 Millionen Franken.

Veröffentlicht am 19.11.2018

Die Raiffeisen-Bankengruppe fordert von ihrem früheren Chef Pierin Vincenz Geld aus der Übernahme der Firma Investnet zurück. Sämtliche Verträge zwischen Raiffeisen, den beiden Investnet-Gründern und Vincenz bis ins Jahr 2012 zurück würden angefochten.

Raiffeisen-Mediensprecher Dominik Chiavi bestätigte einen Bericht der «SonntagZeitung». Demnach geht es beim umstrittenen Deal um mindestens 40 Millionen Franken. Alle Verträge seien ungültig, weil Raiffeisen von Vincenz getäuscht worden sei.

Über Investnet wollte Raiffeisen in Schweizer KMU investieren. Unter anderem wegen der Investnet-Übernahme sass Vincenz im vergangenen Frühjahr drei Monate in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Zürich führt gegen den ehemaligen Raiffeisen-CEO eine Strafuntersuchung wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung.

Umstrittener Deal

2011 hatte Raiffeisen mit den Gründern der Firma Investnet über eine Übernahme verhandelt. Die Verhandlungen führte ein Berater und Freund von Vincenz. Dieser versuchte sich gleichzeitig an Investnet zu beteiligen. Nach der Übernahme und einem Aktientausch soll der Berater 2,9 Millionen an Vincenz bezahlt haben.

Es besteht der Verdacht, dass es sich dabei um eine verdeckte Zahlung aus dem Verkaufserlös von Investnet handelte. Umstritten ist, wer zu welchem Zeitpunkt was wusste.

Raiffeisen äussert sich laut Mediensprecher Dominik Chiavi nicht zu diesen Transaktionen – wegen des laufenden Strafverfahrens.

(sda/ise/mlo)

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