Die Raiffeisen-Bankgruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr einen tieferen Gewinn erwirtschaftet. Mit 754 Millionen Franken blieben unter dem Strich 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Es war der dritthöchste Gewinn in der Geschichte der Bank.

Steigern konnte Raiffeisen 2016 den Geschäftsertrag. Dieser lag 2,7 Prozent oder 81,3 Millionen Franken höher auf 3,1 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Freitagmorgen mitteilte. Zum Erfolg hätten sämtliche Ertragspositionen beigetragen.

Ertrag durch Vescore-Verkauf

Der Geschäftserfolg dagegen sank um 9,4 Prozent auf 88,7 Millionen Franken. Die Bank begründete dies mit Investitionen in die Informatik- und physische Infrastruktur und höheren regulatorischen Aufwänden. Alleine 69 Millionen Franken betrug zudem die Wertberichtigung auf der Beteiligung der Fintech-Firma Leonteq.

Einen ausserordentlichen Ertrag in der Höhe von 64 Millionen Franken verbuchte Raiffeisen dank des Verkaufs der Asset-Management-Gesellschaft Vescore. Hauptertragspfeiler mit 2,2 Milliarden Franken oder 72 Prozent war erneut das Zinsengeschäft. Hier betrug der Zuwachs 2 Prozent.

Weniger Kundenvermögen

Der Umfang der verwalteten Kundenvermögen verringert sich dagegen um 2,9 Prozent auf 202,8 Milliarden Franken. Der Netto-Neugeldzufluss von 8 Milliarden Franken vermochte den Rückgang um 14 Milliarden Franken nicht zu kompensieren, der aus dem Verkauf von Vescore resultierte.

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2017 werde wegen Margendruck und verschärftem Wettbewerb ein herausforderndes Jahr, heisst es weiter. Dennoch rechnet die Bank mit einem leicht höheren Ertragswachstum und einem höheren operativen Ergebnis.

(sda/tno/me)