Die zur Raiffeisen-Gruppe gehörende TCMG Asset Management hat mit CE Asset Management eine weitere Übernahme getätigt. Gemäss der Wirtschaftszeitung «Finanz und Wirtschaft» (Online) wird die Übernahme von den Verantwortlichen der Genossenschaften an der Basis kritisch beurteilt.

CEO Pierin Vincenz äussert sich zu den Gründen der Übernahme in einem Interview. «Eine gewisse Skepsis ist verständlich, und es ist richtig, dass die Leute ihre Bedenken artikulieren. [...] Wir müssen im Asset Management und im Fondsgeschäft nun die Strukturen aufbauen, da wir 2017 gewisse Fonds von Vontobel ablösen müssen. Wir wollen das rechtzeitig vorbereiten und die notwendige Plattform schaffen», sagte Vinzenz auf eine entsprechende Frage der «FuW».

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

CE Asset Management ist «sehr schweizerisch»

Entscheidend sei, dass die Raiffeisen-Gruppe die Kompetenz weiter ausbauen könne und dem Ziel, eine 25 Milliarden-Franken-Plattform im Asset Management zu erstellen, ein schönes Stück näher zu kommen, so Vincenz. Die Kundenbasis von CE Asset Management sei überdies sehr schweizerisch, deshalb passe das Unternehmen bestens zur Raiffeisen-Kultur.

Mit Blick auf mögliche Zukäufe im Private Banking meinte der Raiffeisen-Chef: «Unsere Privatbank Notenstein verfügt über die personellen und finanziellen Strukturen, um gezielt zuzukaufen. Allerdings wollen wir im Bereich Private Banking insbesondere organisch wachsen, da die Unsicherheit in dieser Branche nach wie vor zu gross ist.» Zuerst müsse die Frage der Vergangenheitsbewältigung branchenweit geklärt werden.

Regulierungswelle macht Kopfschmerzen

Darüber hinaus beschäftigt Vincenz insbesondere die «Regulierungswelle in all ihren Formen», vor allem da auf mehreren Ebenen und von verschiedenen Mitspielern reguliert werde.

Am Vortag hatte Raiffeisen bekanntgegeben, dass die TCMG Asset Management AG ihr Multi Boutique-Geschäft mit der Übernahme der Aktienmehrheit der CE Asset Management AG (CEAMS) ausbaue. Das Unternehmen ist der Finma als Vermögensverwalterin von kollektiven Kapitalanlagen unterstellt und beschäftigt 28 Mitarbeitende, davon 14 im Research.

(awp/ise/gku)