Raiffeisen kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: 2012 hat die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz ihren Gruppengewinn um 6,6 Prozent auf 634,8 Millionen Franken gesteigert. Daneben konnten reichlich neue Spar- und Anlagegelder verbucht werden.

Verglichen mit dem Vorjahr wuchs dieser Bilanzposten um 11,4 Prozent auf 103,1 Milliarden Franken, wie Raiffeisen mitteilte. Der Betriebsertrag stieg gleichzeitig um fast 8 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken. Dies führt die Gruppe auf eine erfolgreiche Diversifikationsstrategie mit dem Kauf der Privatbank Notenstein zurück.

Insbesondere das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+51 Prozent) sowie das Handelsgeschäft (+39 Prozent) hätten sich «ausgesprochen erfreulich» entwickelt. Hauptertragspfeiler blieb auch im abgelaufenen Jahr das Zinsengeschäft: Es wuchs um 17 Millionen Franken oder 1 Prozent.

Höherer Geschäftsaufwand

Anzeige

Auf der anderen Seite stieg der Geschäftsaufwand um 17,4 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken an. Den höheren Aufwand erklärt Raiffeisen zum einen mit der 80 Millionen Franken teuren Umstellung ihrer Pensionskasse. Zum anderen ist neu auch der Geschäftsaufwand von Notenstein berücksichtigt. Die Bilanzsumme für 2012 weist Raiffeisen mit gut 168 Milliarden Franken aus. Das entspricht einem Zuwachs von 7,8 Prozent. Knapp 136 Milliarden Franken Hypothekarkrediten (+5,8 Prozent) standen Ende Jahr 133 Milliarden Franken Kundengelder gegenüber (+18,9 Prozent).

Anfang 2012 hatte die Raiffeisen-Gruppe die nicht-amerikanischen Aktivitäten der St. Galler Privatbank Wegelin gekauft. Diese wurden in die neue Bank Notenstein überführt, welche im vergangenen Jahr 21 Milliarden Franken verwaltete. Die gesamten verwalteten Kundenvermögen von Raiffeisen belaufen sich auf 173 Milliarden Franken (+18,6 Prozent).

Zur Raiffeisen Gruppe gehören 321 genossenschaftlich organisierte Banken mit 1084 Bankstellen. Nach eigenen Angaben verfügt die Gruppe 3,7 Millionen Kundinnen und Kunden, davon 1,8 Millionen Genossenschafter.

(chb/muv/sda)