Raoul Weils Hausarrest wird gelockert. Dies berichtet die «Handelszeitung» unter Bezugnahme auf Gerichtsunterlagen. Der Ex-Wealth-Managent-Chef der UBS ist seit seiner Auslieferung von Italien in die USA in einem Haus in New Jersey festgesetzt. Er trägt eine Fussfessel, die jede Bewegungen meldet.

Nun  darf er das Haus «dreimal pro Woche für je eine Spanne von 2 Stunden» verlassen. Das soll dem wegen Beilhilfe zur Steuerverhinderung Angeschuldigen «Outdoor-Sport, Einkäufe, Kirchen- und Apotheken-Besuche» ermöglichen. Daneben bereitet sich der frühere UBS-Topbanker in New Jersey auf seinen Strafprozess in Florida vor, der auf Mitte Oktober terminiert ist.

Andere Personen sollen nicht verraten werden

Bis zum Prozessbeginn muss er sich durch riesige Aktenberge kämpfen. In Gerichtsdokumenten ist von «vier Millionen Dokumenten» die Rede. Entgegen den Usanzen werden die Dokumente nicht offengelegt, dies auf Antrag der Steuerbehörde IRS. Damit sollen laufende Strafuntersuchungen nicht behindert oder kooperierende Personen nicht verraten werden.

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Nicht nur Weil steht unter Druck. Dies gilt auch für einen früheren Kollege und Mitarbeiter bei der UBS, Martin Lack, der nächsten Dienstag vor einem Richter in Florida ein Schuldgeständnis ablegt und eine Strafe akzeptieren muss. Der Vermögensverwalter kann auf Bewährung im Gegenzug auf weitere Kooperation mit der US-Justiz hoffen. Lack war Kadermann im US-Offshore-Geschäft der Grossbank und machte sich vor über 10 Jahren in Zürich als Vermögensberater selbstständig.

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