Nach Verlusten im vergangenen Jahr hat die Industrie- und Immobiliengruppe Rapid im ersten Halbjahr 2013 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Betriebsumsatz erreichte mit 31,1 Millionen Franken ein Plus von 37 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Es resultierte ein Betriebsgewinn (Ebit) von 5,7 Millionen Franken nach einem Minus von 1,0 Millionen Franken im Vorjahr.

Der Reingewinn verbesserte sich auf 5,0 Millionen Franken nach einem Verlust von 1,3 Millionen Franken in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.

Heterogene Entwicklung der Geschäftsbereiche

Die industriellen Aktivitäten der Gruppe hätten einen um rund 10 Prozent höheren Umsatz erzielt, die Geschäftsbereiche jedoch ein unterschiedliches Bild gezeigt, teilte die an der Berner Börse BX kotierte Rapid Gruppe mit.

Während sich der Geschäftsbereich Land- und Kommunaltechnik gut entwickelt habe, hätten dem Bereich Engineering nach wie vor volumenstarke Aufträge gefehlt, was zu einer Unterauslastung der Produktion mit entsprechender Bremswirkung auf den Unternehmenserfolg geführt habe.

In der Sparte Immobilienverwaltung entwickelte sich der Umsatz «plangemäss rückläufig». Die Vermietung an Dritte habe sich aktuell auf ein Mietobjekt reduziert. Mit der Vermietung des Zypressenhofs in Dietikon ZH ab 2014 werde die Sparte aber wieder an Bedeutung gewinnen.

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Lukrativer Baufeldverkauf

In der Sparte Immobilienentwicklung konnte der Verkauf eines weiteren Baufelds im Limmatfeld/Dietikon abgeschlossen werden. Daraus resultierte auf Stufe Ebit ein Entwicklungsgewinn von 6,1 Millionen Franken.

Die Jahresrechnung 2013 sollte vom Verkauf des letzten Baufeldes im Limmatfeld/Dietikon, der Anfang August über die Bühne ging, positiv beeinflusst werden, schreibt Rapid zum Ausblick. Mit diesem Verkauf werde die Entwicklung des Limmatfeldareals aber abgeschlossen sein, und das Gruppenergebnis werde entsprechend ab 2014 nicht mehr von Entwicklungsgewinnen profitieren.

Die Ergebnisentwicklung der Industrieaktivitäten werde im zweiten Halbjahr 2013 massgeblich von der sich abzeichnenden Erholung der Sparte Contract Manufacturing abhängen. Man setze aber alles daran, dass die Industrieaktivitäten künftig «nachhaltig mindestens ihre Kapitalkosten verdienen» werden.

Im Geschäftsjahr 2012 war Rapid erstmals seit acht Jahren tief in die roten Zahlen gerutscht. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ergriffen daher eine Reihe von Massnahmen, um das Unternehmen operativ wieder profitabel zu machen.

(sda/vst/aho)