Apple hat dank einer ungebrochen hohen Nachfrage nach iPhones seinen Umsatz gesteigert. Der US-Technologiekonzern verbuchte nach Angaben im zweiten Geschäftsquartal Einnahmen von 45,6 Milliarden Dollar und damit knapp fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der verkauften Smartphones belief sich auf 43,7 Millionen und übertraf die Erwartung von Branchenexperten deutlich. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley teilte weiter mit, sein Aktien-Rückkaufprogramm um 30 Milliarden Dollar aufzustocken.

Unter dem Druck neuer günstiger Smartphones haben viele Experten schwächere iPhone-Verkäufe erwartet. Doch Apple überrascht im zweiten Quartal mit einem Wachstum von 17 Prozent beim Handyverkauf. Das sorgte für ein kräftiges Wachstum bei Umsatz und Gewinn.

Der Umsatz in dem Ende März abgeschlossenen Geschäftsquartal stieg dadurch im Jahresvergleich um 4,7 Prozent auf 45,6 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte. Der Quartalsgewinn lag bei 10,2 Milliarden Dollar. Das waren 7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Rechnung ging auf

Beim iPhone ging offenbar Apples Rechnung auf, das Telefon trotz dem wachsenden Konkurrenzdruck teuer zu lassen statt mit einem tieferen Preis mehr Marktanteile zu erobern. Der durchschnittlich Preis eines verkauften iPhone sank zwar von 613 auf 597 Dollar, ist aber immer noch deutlich höher als der Branchendurchschnitt.

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Apple verkauft mehr iPhones als die meisten Analysten erwartet hatten, das dürfte aber unter dem allgemeinen Wachstum des Smartphone-Marktes liegen. Zum Problem könnte für Apple werden, dass vor allem in Entwicklungsländern mehr Smartphones nachgefragt werden - und dort vor allem günstige Geräte gekauft werden.

Konzernchef Tim Cook sagte, Apple habe den Marktanteil im Smartphone-Geschäft in vielen Ländern gesteigert, und zwar nicht nur in reifen Märkten wie den USA oder Deutschland, sondern auch in Ländern wie Indien und Vietnam. Apple bietet als Einstiegsgerät sein älteres Modelle iPhone 4S an. Es habe sich in Entwicklungsländern gut verkauft, hiess es ohne konkretere Angaben.

Weniger iPad-Verkäufe

Schwächer als erwartet entwickelte sich der iPad-Absatz. Er sank im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 16,3 Millionen Geräte. Dabei hatte Apple erst im Herbst die Modellpalette aktualisiert. Cook sagte, vor einem Jahr hätten Produktionsengpässe im Weihnachtsgeschäft 2012 einen ungewöhnlichen Absatzsprung im nachfolgenden Quartal ausgelöst, der die aktuellen Zahlen schwächer aussehen lasse.

«Wir glauben nach wie vor, dass die Tablet-Verkäufe in den kommenden Jahren den PC-Absatz überholen werden», sagte Cook. Und Apple wolle daran mit dem iPad erheblich teilhaben.

Die Zahl der Kunden, die ihre Kreditkarten-Daten bei Apples Download-Plattform iTunes hinterlegt haben, stieg auf 800 Millionen. Das gibt dem Konzern eine breite Basis, wenn er wie erwartet ein mobiles Bezahlsystem starten sollte. Cook sprach ohne weitere Details von neuen Produkten für iTunes-Nutzer.

Üppige Ausschüttungen

Der Konzern verkaufte zudem 4,1 Millionen seiner Mac-Computer. In einem insgesamt schwächelnden Markt war das ein gutes Plus von fünf Prozent. Apples Geldberg schmolz - auch angesichts der üppigen Ausschüttungen an die Aktionäre - erstmals seit langem wieder etwas ab: von 159 auf 151 Milliarden Dollar.

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Ausserdem kündigte Apple am Mittwoch einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1 an. Die Dividende wird angehoben und der Aktienrückkauf von rund 60 auf 90 Milliarden Dollar ausgeweitet. Das alles liess die Herzen der Investoren höher schlagen - die Aktie schoss nachbörslich um acht Prozent hoch.

(reuters/sda/chb)