Der mehrwöchige Streckenunterbruch im deutschen Rastatt hat die SBB hart getroffen: Der SBB und ihren Tochterunternehmen sei ein Umsatzverlust von rund 26,5 Millionen Franken entstanden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Hinzu kommen weitere ungedeckte Kosten. Die SBB verweist in ihrer Mitteilung unter anderem auf den Mehraufwand im Personalbereich sowie «über die Sperrung hinausgehende Umsatzverluste bei SBB Cargo und SBB Cargo International».

Die SBB befürchtet, dass sie wegen der Probleme rund um die Strecksperrung gewisse Kunden im Güter- und Personenverkehr verloren hat: Es lasse sich noch nicht abschliessend beziffern, wie viele Kunden längerfristig auf andere Verkehrsträger ausgewichen seien. «Die SBB setzt alles daran, diese Verkehre wieder auf die Schiene zurückzugewinnen.»

Lehren aus der Panne

Den Rastatt-Vorfall will die SBB als Chance nutzen. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn ergreift sie die Initiative, um aus dem Vorfall zu lernen. Es soll insbesondere die internationale Zusammenarbeit gestärkt werden. «Ein besseres und international abgestimmtes Korridormanagement macht den Güterverkehr einfacher und zuverlässiger.»

Vom 12. August bis 2. Oktober war die Rheintalbahn bei Rastatt gesperrt. Diese Sperrung traf die Logistikkette auf der Schiene empfindlich.

(sda/ise)