Die Ratingagentur Fitch hat in einer periodischen Überprüfung des Bankensektors die Ratings für die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse bestätigt. Für die UBS hat die Agentur ein Langfrist-Rating von «A» mit stabilem Ausblick, für das Kurzfrist-Rating ist es «F1». Bei der Credit Suisse sind die entsprechenden Werte ebenfalls «A» mit stabilem Ausblick und «F1».

Wie die Agentur am späten Mittwochabend mitteilte, steht die Bewertung in Zusammenhang mit einer globalen, periodischen Bewertung der Handels- und Universalbanken, wobei der Ausblick für die Branche als Ganzes ebenfalls mit stabil bezeichnet wird. Als positive Faktoren nennt Fitch stärkere Bilanzen sowie gesunde Kapital- und Liquiditäts-Situationen. Negativ wirke dagegen der Ergebnisdruck im Wertschriftengeschäft und die regulatorische Unsicherheit.

Warnschuss für die Deutsche Bank

Der Deutschen Bank drohte Fitch indes mit einer Senkung der Bonitätsnote. Die Note beliessen die Bewerter zwar bei «A+», gleichzeitig änderten sie den Ausblick aber auf «negativ» von «stabil». Die Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Staat den Branchenprimus im Notfall unter die Arme greift, werde in den kommenden ein bis zwei Jahren sinken, begründete Fitch den Schritt. Die Ratingagentur verwies auf die jüngsten Entscheidungen zur Bankenunion.

Nach langem Streit hatten sich Unterhändler von EU-Parlament, Mitgliedsländern und EU-Kommission vergangene Woche auf einheitliche Regeln zur Abwicklung von Banken geeinigt. Mit dem Kompromiss sollen die Steuerzahler künftig seltener zur Kasse gebeten werden, wenn ein grosses Institut ins Straucheln gerät. Stattdessen müssen Aktionäre, Gläubiger und vermögende Sparer mehr einspringen.

(sda/moh)

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