Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen die Musik Olar AG eröffnet. Laut der Behörde bestehen konkrete Anhaltspunkte für kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsabreden. Am heute Donnerstag fand eine Hausdurchsuchung bei der Firma in Zofingen AG statt.

Der Weko liegen laut Mitteilung konkrete Informationen vor, welche beim Vertrieb von Saiteninstrumenten, insbesondere Gitarren, Bässen und Zubehör der Marken «Ibanez», «Martin» und «Fulltone» auf Abreden über Mindest- oder Festpreise hindeuten.

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Druck auf Wiederverkäufer

Durch diese so genannten Preisbindungen der zweiten Hand habe Musik Olar gemäss den Informationen auf ihre Wiederverkäufer systematisch Druck ausgeübt, in erster Linie durch die direkte Beeinflussung der Preis- und Rabattpolitik. Es bestünden zudem Indizien, wonach die Preisbindungen der zweiten Hand unter Mitwirkung anderer Marktteilnehmer zustande gekommen sind, schreibt die WEKO.

Zur Dauer der Untersuchung äussert sich die Behörde nicht. Musik Olar kündigte auf Anfrage eine Stellungnahme an.

(tke/aho/sda)