Bei Mitarbeitern der UBS in Deutschland ist es offenbar zu Hausdurchsuchungen gekommen. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft habe die privaten Wohnungen von drei Kundenberatern der UBS durchsuchen lassen, welche in Schaffhausen arbeiteten und in Deutschland lebten, heisst es in einem Artikel der «NZZ am Sonntag». Der Eingriff in die Privatsphäre sei bereits im vergangenen April geschehen, aber erste jetzt bekannt geworden.

Dass die Ermittler etwas gefunden hätten, dass ihnen weiterhelfe, sei unwahrscheinlich, so die Zeitung, denn den Bankbeamten sei es längst verboten, sensible Kundendaten zu Hause zu lagern. Der Vorfall zeige die Härte, aber möglicherweise auch die Ziellosigkeit der deutschen Ermittler im Steuerstreit und verrate einiges über den Druck, unter dem diese stünden. Für die Zeitung ist deshalb Einschüchterung das Motiv der Behörden.

Ermittlungen seit 2012

Die Mannheimer Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungen bestätigt. Sie stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Kunden und Mitarbeiter der UBS wegen möglicher Steuerhinterziehung, welche bereits seit 2012 andauern. Die UBS hält die Vorwürfe Mannheims laut einem Sprecher für «unbegründet und haltlos» und hat die Einstellung des Verfahrens beantragt.

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(awp/chb)