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Stellenabbau
RBS nimmt Investmentbanking ins Visier

Royal Bank of Scotland: Das Finanzinstitut will weiter sparen und Stellen streichen. (Bild: Keystone)

Die Royal Bank of Scotland geht den Weg der Restrukturierung weiter und will dabei den Rotstift beim Investmentbanking ansetzen.

Veröffentlicht am 13.06.2013

Die verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) will als Teil ihrer Restrukturierung weitere Stellen streichen. Betroffen sei das Investmentbanking, wie das britische Geldinstitut mitteilte.

Eine mit der Situation vertraute Person sprach von etwa 2000 Jobs, die zur Disposition stünden. RBS will sich auf Rentenprodukte konzentrieren und aus dem Aktiengeschäft mit Kleinanlegern und Derivaten-Geschäften aussteigen, wie die Bank erläuterte. Seit Ausbruch der Finanzkrise hat das Geldhaus bereits 37'000 Jobs gestrichen.

Erst am Vorabend hatte RBS mitgeteilt, dass sich die Bank noch in diesem Jahr von Chef Stephen Hester trennen werde, der seit 2008 das Institut führt. Darauf reagierte die RBS-Aktie mit einem Verlust von vier Prozent. Das Ausscheiden von Hester sei ein grosser Verlust, ein Nachfolger sei nicht in Sicht, sagten Investoren. Hester hat für die Restrukturierung viel Lob von der Regierung und anderen Investoren bekommen.

Die britische Regierung hatte auf dem Höhepunkt der Finanz- und Bankenkrise 2008 gegen 45,5 Milliarden Pfund in das Institut gepumpt, um dessen Kollaps zu verhindern, und hält 81 Prozent der Anteile. Die Bank will ihre Restrukturierung im kommenden Jahr abschliessen, um damit den Weg für einen Ausstieg des Staats zu ebnen. Unter anderem konzentriert sich RBS wieder auf das Brot- und Butter-Geschäft mit Krediten für Verbraucher und die mittelständische Wirtschaft und senkt Kosten.

(muv/rcv/reuters)

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