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Sparprogramm
RBS will offenbar 30'000 Jobs abbauen

Filiale der RBS: Die grösstenteils verstaatlichte Bank baut ihre Strategie um.   Keystone

Die Royal Bank of Scotland will ein Viertel ihrer Mitarbeiter abbauen, berichtet die «Financial Times». Das sind rund 30'000 Jobs, die wegfallen.

Veröffentlicht am 21.02.2014

Die Royal Bank of Scotland (RBS ) will einem Pressebericht zufolge ihr Investmentbanking drastisch verkleinern. Ausserdem will sich die britische Grossbank grösstenteils aus den Märkten in Übersee zurückziehen. Insgesamt stünden in den nächsten Jahren mindestens 30'000 weitere Stellen auf dem Spiel, schreibt die «Financial Times» (FT) in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Geplant sei der Ausstieg aus riskanteren Bereichen des Investmentbankings sowie der Abschied aus USA und Asien. Bereits in der nächsten Woche könne die Bank, die aktuell noch rund 120'000 Mitarbeiter beschäftige, ihre Pläne bekannt geben.

Eine Sprecherin wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg zu dem Bericht nicht äussern. Eine Sprecherin in Hongkong schrieb in einer E-Mail, bei Vorlage der Jahreszahlen am 27.2. werde die RBS eine strategische Überprüfung ankündigen. Details nannte sie nicht.

Konzentration auf Privat- und Firmenkunden

Laut Bericht der «FT» will sich die Bank künftig auf das Geschäft mit Privat- und Firmenkunden konzentrieren und dabei wie die Wettbewerberin Lloyds vor allem den britischen Markt im Auge behalten. Der Umbau sei Teil der radikalen Aufräumarbeiten des neuen RBS-Chefs Ross McEwan, der seit 2013 im Amt ist.

Die RBS war in der Finanzkrise grösstenteils verstaatlicht worden. Mit Anteilsverkäufen und Sparmassnahmen kämpft die Führung seitdem darum, die Altlasten loszuwerden. Erst gestern kündigte die RBS an, Teile des Investmentbankings an die französische Konkurrentin BNP Paribas loszuschlagen. Seit der Finanzkrise ist die Bilanzsumme der britischen Bank bereits nahezu halbiert worden, fast 40'000 Stellen wurden abgebaut. Eine dauerhafte Erholung blieb aber aus. Ende Januar warnte das Institut vor weiteren Milliardenrückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzforderungen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr droht damit der höchste Verlust seit 2008. 

(sda/me/sim)

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