Rückstellungen für US-Klagen haben dem Schweizer Hörgerätehersteller Sonova den Abschluss des Geschäftsjahres 2012/13 verhagelt. Der Gewinn des Weltmarktführers brach um 54,5 Prozent auf 112 Millionen Franken ein. Der Umsatz wuchs dagegen um 10,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken, wie Sonova mitteilte. Analysten hatten mit einem Umsatz von 1,82 Milliarden Franken und einem Gewinn von 144 Millionen Franken gerechnet. 

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Im April hatte Sonova weitere 198 Millionen Franken zurückgestellt, um sich gegen Schadenersatzansprüche in Zusammenhang mit fehlerhaften Innenohr-Implantaten zu wappnen. Zuvor hatte ein US-Gericht einer Klägerin einen unerwartet hohen Schadenersatz von 7,25 Millionen Dollar zugesprochen. Gegen das Urteil will Sonova Berufung einlegen.

Insgesamt belaufen sich die Rückstellungen für Klagen in Zusammenhang mit den Implantaten auf 250 Millionen Franken. Weiter machte Sonova Rückstellungen für Umstrukturierungen bei einem Vertriebszentrum in Frankreich. 

Trotzdem will Sonova die Dividende um ein Drittel auf 1,60 Franken pro Aktie anheben. Im laufenden Jahr peilt der Konzern ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 6 bis 8 Prozent an. Das Betriebsergebnis (Ebita) soll um 9 bis 13 Prozent steigen.  

(muv/tno/reuters/sda)