Die schwächelnde Tochter Reebok hat dem Sportartikelhersteller Adidas im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang eingebrockt. Aufgrund der geringeren Wachstumsaussichten für die Fitnessmarke hatte Adidas Wertberichtigungen auf Firmenwerte vornehmen müssen.

Dadurch sank der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn 2012 um gute 14 Prozent auf 526 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Bereinigt um die Wertminderungen legte der Gewinn um 29 Prozent auf 791 Millionen Euro zu. Das Betriebsergebnis verringerte sich um 3,4 Prozent auf 920 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte angetrieben von der Fussball-Europameisterschaft und den Olympischen Spiele um 11,7 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen trotz des Gewinnrückgangs eine Dividende von 1,35 Euro je Aktie erhalten. Im Vorjahr hatte Adidas noch 1 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet.

Adidas hatte bereits im Herbst seine mittelfristigen Umsatzerwartungen für Reebok um eine Milliarde Euro nach unten revidieren müssen. Reebok fehlen derzeit peppige Produkte, aber auch die Einnahmen aus dem Lizenzvertrag der National Football League (NFL), der an den Konkurrenten Nike ging. Zudem zwangen Unregelmässigkeiten bei Reebok in Indien den Konzern zum Durchgreifen. Das Geschäft dort wurde im vergangenen Jahr umgebaut, was zu Sonderaufwendungen führte. Darüber hinaus musste Adidas die Bilanz für 2011 anpassen.

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(muv/se/awp)