Beim Lebensversicherer Swiss Life sind die Prämieneinnahmen in den ersten neun Monaten des Jahres um 13 Prozent auf 12,97 Milliarden Franken zurückgegangen. Der Grund dafür sind die Auslandstöchter und das Geschäft mit reichen Privatkunden.

In der Schweiz konnte Swiss Life die Einnahmen um 10 Prozent auf 6,89 Milliarden Franken steigern, wie am Dienstag aus dem Konzernsitz in Zürich verlautete. In Frankreich sank das Prämienvolumen um 17 Prozent auf 3,30 Milliarden Franken, in Deutschland um 19 Prozent auf 1,22 Milliarden Franken.

Auch in lokaler Währung sanken die Einnahmen in Frankreich und Deutschland um 6 bzw. 8 Prozent, womit nicht alleine der starke Franken für den Rückgang verantwortlich ist. Konzernchef Bruno Pfister begründete die tieferen Zahlen aber auch damit, dass Swiss Life eher auf Qualität und weniger auf Quantität setze.

Stark war der Prämienrückgang in der Sparte «Versicherungsgeschäft international», in dem die Einnahmen um 59 Prozent auf 1,67 Milliarden Franken absackten. In diesem Geschäftsfeld hat Swiss Life auch das Geschäft mit reichen Privatkunden im Ausland angesiedelt, deren Prämieneinzahlungen von Quartal zu Quartal unterschiedlich sind.

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Für reiche Kunden bietet Swiss Life sogenannte «Versicherungsmäntel» an, eine Mischung aus Lebensversicherung und Vermögensanlage, die Steuern spart. 2009 und 2010 hatte der Konzern unter anderem stark von der italienischen Steueramnestie, dem Scudo, profitiert und so in hohem Masse neue Kundengelder entgegengenommen.

(laf/sda)