Das Studium an der amerikanischen Elite-Uni Stanford brach Mukesh Ambani ab. Das hinderte ihn nicht daran, zum reichsten Mann der Welt aufzusteigen. 2007 besass der Mann hinter dem riesigen Mischkonzern Reliance Industries gemäss dem Wirtschaftsmagazin «Forbes» 63 Milliarden Dollar. Inzwischen ist er auf der Liste der Reichsten der Reichen längst zurückgefallen.

Und er stürzt gerade weiter ab: 5,6 Milliarden Dollar verlor Ambani seit dem 1. Mai, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt. Das sind 24 Prozent seines Vermögens – und reicht noch für Rang 38 der Liste von Bloomberg. Schuld daran ist der jähe Fall der indischen Rupie in den letzten Wochen.

Schnell gehts auch umgekehrt

Ausländische Investoren ziehen seit Mai in Massen Geld aus Indien ab, weil sie befürchten, dass die US-Notenbank ihre geldpolitischen Anreize zurückfahren will. Deshalb stürzte die Rupie ab und mit ihr fielen die Aktienkurse – auch von von Ambanis Reliance.

Ein Teil des Verlustes von Ambani besteht zumindest aber nur auf dem Papier – er basiert darauf, dass das Vermögen der Reichsten in Dollar gemessen wird. Das zeigt sich daran, dass es ebenso schnell in die andere Richtung gehen kann. Am Donnerstag sorgte die indische Regierung mit der Ankündigung, keine Kapitalverkehrskontrollen einzuführen, für eine gewisse Beruhigung. Ambani wurde dadurch 500 Millionen Dollar «reicher» und steht nach aktuellsten Berechnungen bei 18,1 Milliarden Dollar.

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(se/vst)