Der Pharmakonzern Novartis spürt im zweiten Quartal 2015 die Dollarstärke. Der ausgewiesene Umsatz sinkt um 5 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich dagegen ein Plus um 6 Prozent, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Selbiges gilt beim Gewinn: Der Reingewinn sackte um 32 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar ab. Im Vorjahresquartal waren es noch 2,7 Milliarden Dollar. Selbst zu konstanten Wechselkursen resultiert deshalb ein Minus von 18 Prozent in den fortzuführenden Geschäften. Novartis begründet dies vor allem mit dem geringeren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften.

Ausblick bestätigt

Für das Gesamtjahr bestätigt der Pharma-Konzern jedoch seinen bisherigen Konzernausblick. «Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Prioritäten in diesem Jahr erfüllen werden und bestätigen unsere Prognose für das Gesamtjahr», wird Konzernchef Joe Jimenez zitiert.

Demnach soll der Umsatz auf Konzernebene zu konstanten Wechselkursen im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Das operative Kernergebnis soll stärker zulegen als der Umsatz und zwar im hohen einstelligen Prozentbereich.

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Gut positioniert in den Wachstumsmärkten

Operativ habe sich Novartis mit Innovationen und Fortschritten bei Neueinführungen solide entwickelt, erklärte Jimenez den optimistischen Ausblick. Er verwies etwa auf die Zulassungen des Mittels Entresto gegen chronische Herzinsuffizienz und des Generikums Glatopa in den USA.

Ausserdem sei Novartis gut positioniert in den Wachstumsmärkten. Hier stieg der Nettoumsatz – bei konstanten Wechselkursen – der fortzuführenden Geschäftsbereiche im zweiten Quartal um 8 Prozent. «Die Geschäfte in Brasilien und China trugen massgeblich zu dieser Steigerung bei», heisst es.

(awp/ise/moh)