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Pleite-Flieger
Reisebüros verlangen neue Versicherung für Airlines

Pleite gegangene Airline Hello: Die Reisebüros mussten die Kosten für gestrandete Passagiere übernehmen. (Bild: Keystone)

Das Aus der Fluggesellschaft Hello zeigt Nachwirkungen: Die Schweizer Reisebüros fordern von den Airlines einen Fonds, um bei möglicher Insolvenz wertlose gewordene Tickets zu finanzieren.

Veröffentlicht am 15.07.2013

Fluggesellschaften sollen zu einer Insolvenzversicherung verpflichtet werden. Dies fordert der Schweizerische Reisebüro-Verband (SRV) als Konsequenz aus der Pleite der Hello Airlines.

Mit einer Abgabe pro Flugticket solle ein Fonds geäufnet werden, damit bei Zahlungsunfähigkeit einer Airline Ersatz für wertlos gewordene Tickets finanziert werden kann.

Während in der Reisebranche bei Pauschalreisen Insolvenz-Versicherungen zum Schutz der Konsumenten seit Jahren Pflicht seien, gebe es für die Fluggesellschaften keine Vorschriften, kritisiert der SRV in einem Communiqué.

Reisebüros mussten einspringen

Im Fall der Hello Airlines hatten Reisebüros einspringen müssen: Die von Moritz Suter gegründete Charterairline hatte keine Sitzplätze direkt an Passagiere verkauft, sondern nur über Reiseveranstalter. Diese sind bei Pauschalreisen gesetzlich verpflichtet, für eine alternative Fluglösung zu sorgen, wie es beim SRV auf Anfrage hiess.

Die Aufwände, meist verbunden mit höheren Kosten, könnten dem Kunden nicht in Rechnung gestellt werden. So machte etwa die Migros-Reisetochter Hotelplan wegen des Hello-Groundings im vergangenen Oktober Kosten von einer Million Franken geltend.

(rcv/vst/sda)

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