2007 gab es 530 angekündigte, hängige und abgeschlossene Deals mit Schweizer Beteiligung (Mergers & Acquisitions, M&A). 2006 waren es 459. Zählt man die 249 Kooperationen dazu, dann kam es 2007 zu total 779 Transaktionen. Dies zeigt eine Erhebung der «Handelszeitung» und von The Corporate Finance Group (TCFG). Besonders aktiv waren die Schweizer im Ausland: In jedem zweiten Fall übernahm ein hiesiges Unternehmen ein ausländisches.

Getrübter Ausblick

Doch in den Chefetagen herrscht nicht mehr dieselbe Champagnerlaune wie vor einem Jahr: «Wir rechnen weiterhin mit einer regen M&A-Aktivität, auch wenn das Rekordniveau des vergangenen Jahres in Europa und auch in der Schweiz wohl nicht mehr erreicht werden kann», sagt Werner Kuhn, Head Investment Banking Schweiz bei der UBS.

Auch die Credit Suisse erwartet eine «zyklische Verlangsamung» der M&A-Aktivität. Der Grund ist klar: Die Abkühlung der US-Konjunktur und die Subprime-Krise führen zu einer höheren Risikoaversion der Kreditgeber bei fremdfinanzierten Übernahmen.

TCFG prognostiziert ebenfalls einen Rückgang. Marc Möckli, Partner bei TCFG, geht für dieses Jahr von 400 bis 500 Deals mit Schweizer Beteiligung aus.

Neue Bankenfusionen?

Hohe M&A-Aktivität ortet Kuhn von der UBS bei den Banken und Versicherungen. Zudem gebe es eine Reihe gesunder Industrieunternehmen, die einzig über Akquisitionen in ihren Märkten wachsen könnten.

Möckli weist auf einen weiteren Trend hin: Es dürften vermehrt ausländische Firmen, Beteiligungsgesellschaften und Staatsfonds in die Schweiz auf Einkaufstour kommen.