Neuer Rekordumsatz für den Hörgerätehersteller: Mit 1,6 Milliarden Franken Umsatz konnte Sonova seine Marktführerschaft festigen. Der Gewinn stieg auf 231 Millionen Franken. Fürs laufende Geschäftsjahr rechnet Sonova mit einem solidem Wachstum.

Der Hörsystem-Hersteller Sonova hat die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2010/11 bekannt gegeben und gleichzeitig den Ausblick für 2011/12. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem weiterhin soliden Umsatzwachstum in Lokalwährungen. Dazu würden attraktive Marktbedingungen, die Lancierung neuer Produkte und der beständige Ausbau der globalen Vertriebskanäle beitragen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Obwohl Advanced Bionics nach der jüngst erfolgten TÜV-Zertifizierung schrittweise in den Markt zurückkehren, sei die Prognose im Hörimplantate-Segment stark vom Zeitpunkt der Rückkehr in den US-Markt abhängig, heisst es weiter. Deshalb erwartet Sonova insgesamt in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2011/12 aufgrund tieferer Umsätze bei Advanced Bionics ein tieferes Umsatzwachstum. Zudem werde der starke Franken das Umsatz- und Gewinnwachstum des gesamten Geschäftsjahres negativ beeinflussen.

Starker Franken belastet

Bereits am 6. Mai gab Sonova die Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende März) an. So konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent auf 1,62 Milliarden Franken gesteigert werden, dies entsprach in lokalen Währungen einem Plus von 13,3 Prozent. Hingegen sank der EBITA markant auf 326,6 Millionen von 420,1 Millionen, die entsprechende Marge verschlechterte sich auf 20,2 Prozent (VJ 28,0 Prozent).

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung - basierend auf den "soliden operativen Resultaten" - die Ausschüttung einer verrechnungssteuerfreien Dividende von 1,20 Franken je Aktie vor.

Neu bekannt gegeben wurden der EBIT und der Reingewinn. Der Betriebsgewinn verbesserte sich auf 270,8 (VJ 251,4) Millionen Franken, jedoch wurden die Vorjahreszahlen angepasst. Der Reingewinn stieg auf 231 (217) Millionen Franken. Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von 3,50 Franken.

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(rcv/laf/awp)