Die Verkäufe des französischen Autobauers Renault sind seit Jahresbeginn in Europa deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig habe der Konzern jedoch Zuwächse in Schwellenländern wie Brasilien sowie in Russland registriert, teilte der stellvertretende Renault-Chef Jérôme Stoll in Paris mit.

So habe die Renault Gruppe in den ersten sechs Monaten 2011 ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 1,37 Millionen Fahrzeuge gesteigert und damit eine neue Bestmarke gesetzt, hiess es in einer Mitteilung. Die Marke Renault habe mit 1,14 Millionen verkauften Fahrzeugen ebenfalls ein Rekordergebnis vorgelegt.

Für das Gesamtjahr 2011 rechne der Konzern mit einem weltweiten Absatzrekord von 2,6 Millionen Fahrzeugen.

Wachstum kommt nicht aus Europa

Stolls Angaben zufolge sank im ersten Halbjahr 2011 die Zahl der Verkäufe in Europa um 7,4 Prozent auf rund 831'700 Wagen. In Frankreich betrug der Rückgang sogar 9,9 Prozent - was Stoll auf die Reduzierung der Abwrackprämie sowie auf mangelnde Lagerkapazitäten zurückführte.

Dagegen legte die Renault Gruppe ausserhalb Europas zu: Dort betrug der Zuwachs der Mitteilung zufolge 20,4 Prozent auf 542.000 Fahrzeuge. Damit verkaufe der Konzern aktuell 39,5 Prozent ausserhalb von Westeuropa.

Besonders gute Zahlen verzeichnete der Konzern in Brasilien. Mit einem Zuwachs von 24,6 Prozent sei das Land in Südamerika zum dittwichtigsten Markt nach Frankreich und Deutschland aufgestiegen.

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(rcv/tno/laf/awp)