Ein harter Sparkurs und gute Verkaufszahlen der Billigtochter Dacia haben Renault im ersten Halbjahr deutlich mehr Gewinn beschert. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten verdiente der französische Autobauer 729 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Das war nicht nur ein Viertel mehr als vor einem Jahr, sondern übertraf auch die Erwartungen von Analysten deutlich.

Renault hatte seine Kosten um mehr als 400 Millionen Euro gedrückt - und will beim Gewinn weiter zulegen. Unter dem Strich legte der Überschuss auf 749 Millionen Euro zu, weil Renault viel Geld aus der Beteiligung am erfolgreichen japanischen Partner Nissan ziehen konnte.

Russland macht Sorgen

Bauchschmerzen bereitet allerdings Russland, wo Renault am Lada-Hersteller Avtovaz beteiligt ist. Wegen des schwachen Rubels und der flauen Wirtschaft brachen die Autoverkäufe in dem für Renault wichtigen Markt ein.

Auch für andere aufstrebende Märkte in Asien und Südamerika sehen die Franzosen schwarz. In Europa ging es dafür bergauf - vor allem, weil Dacia seinen Absatz um mehr als ein Drittel steigern konnte. Weltweit verkaufte der Konzern deswegen fünf Prozent mehr Neuwagen. Ungünstige Wechselkurse sorgten aber dafür, dass der Umsatz um drei Prozent auf 19,8 Milliarden Euro zurückging.

(awp/dbe)