Securities Lending bietet Anlegern erweiterte Handlungsoptionen, sorgt für höhere Liquidität und erleichtert den Market Makern die Preisfindung. Das Securities Lending wird heute vor allem gezielt zur Umsetzung komplexer Anlagestrategien genutzt.

Dabei werden Aktien zur Deckung von Transaktionen bereitgestellt, bei denen der Verkäufer nicht im Besitz der verkauften Papiere ist. Prime Broker stellen als Zwischenhändler die Nachfrage fest und halten die Darlehen bereit. Bedient wird die Nachfrage von Lending Agents, welche die verfügbaren Aktien ausleihen und die Preise feststellen. Als Lending Agents treten Depotbanken, Investmentmanager oder Spezialisten für Securities Lending auf.

Anleger in Exchange Traded Funds (ETF) erzielen Erträge, da der Investmentmanager die Wertschriften innerhalb eines ETF ausleiht. Ähnlich wie bei Anlagefonds profitieren Investoren davon, dass die Erträge in die Performance des Fonds einfliessen. Die Erträge können allerdings je nach Portfolio und Steuerdomizil der Fonds variieren.

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Anteile verleihen wird beliebt

Da ETF im Gegensatz zu Anlagefonds an der Börse gehandelt werden, bietet sich den ETF-Anlegern die zusätzliche Möglichkeit, ihre Anteile selber zu verleihen. Dies erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Per Ende April 2008 nahmen die Ausleihen von ETF gegenüber dem Vorjahr um 12% auf über 30,4 Mrd Euro zu. Leihfähig sind grundsätzlich alle ETF-Anteile, ob auf Aktien, Obligationen oder Immobilien.

Der Unterschied zwischen den traditionellen Fonds und ETF liegt darin, dass Securities Lending mit ETF den Anlegern auf zwei Arten Vorteile bringen kann. Die Erträge aus fondsinternem Securities Lending können mit den Erträgen aus der eigenen Ausleihe der ETF kombiniert werden. Diese Flexibilität macht ETF zu idealen Instrumenten für Securities Lending und erlaubt eine Optimierung der Rendite. Die durch kombiniertes Securities Lending erzielten Erträge sind in vielen Fällen so hoch wie die Verwaltungskosten der ETF oder sogar höher.